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Karlsruhe: Presseportal

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19. Oktober 2020

Corona-Hilfen für San Miguel de Los Bancos

Lebensmittelübergabe in San Miguel de Los Bancos im September 2020

Lebensmittelübergabe in San Miguel de Los Bancos im September 2020

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Karlsruhe unterstützt Menschen in der ecuadorianischen Partnerkommune

Finanziert durch eine Spende der Stadt Karlsruhe konnten insgesamt 1.500 Lebensmittelrationen bestehend aus 750 Kilogramm Reis, 600 Kilogramm Linsen und 595 Liter Öl in der ecuadorianischen Partnerkommune San Miguel de Los Bancos an bedürftige Menschen ausgeliefert werden. Dazu gehören sowohl Familien mit vielen Kindern als auch behinderte und alte Menschen. Dringend benötigt wurden die Grundnahrungsmittel, da viele Familien durch eine dreimonatige Corona-bedingte Ausgangssperre ihre Lebensgrundlage verloren. "Daher unterstützen wir die Menschen, die es auch schon vor der Pandemie nicht leicht hatten, mit Lebensmittelspenden", erklärte eine freiwillige Helferin. Die Partnerschaft zwischen Karlsruhe und San Miguel de Los Bancos besteht seit 2015. Die Kommunen setzen gemeinsame Projekte in den Bereichen Aufforstung, Abfallmanagement und Umweltbildung um.

Im Juni hat Ecuador die Ausgangsbeschränkungen gelockert – und die Corona-Fallzahlen stiegen prompt steil an. "Wir müssen eine Balance finden zwischen den Präventionsmaßnahmen und der wirtschaftlichen Stabilität", so Gustavo Araujo, Verwaltungschef von San Miguel de Los Bancos. Um die Ausbreitung des Virus zu verhindern, ist eine groß angelegte Informationskampagne geplant. Die lokalen Gesundheitszentren, die bereits an ihren Kapazitätsgrenzen arbeiten, werden besser ausgestattet, um den Anforderungen gerecht zu werden. Auch Mitarbeitende der Bereiche Trinkwasserversorgung sowie Abwasser- und Abfallmanagement als besonders gefährdete Personengruppen sollen Schutzausrüstung erhalten, um eine funktionierende Grundversorgung sicherzustellen. Dafür wurden Anfang Oktober, auf gemeinsamen Antrag von Karlsruhe und San Miguel de Los Bancos, knapp 50.000 Euro aus dem "Corona-Solidarpaket" des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung bewilligt.