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Karlsruhe: Presseportal

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24. Januar 2019

OB Mentrup trifft Amtskollegin in Dschibuti

Fatouma Awaleh Osman empfängt das Karlsruher Stadtoberhaupt

Fatouma Awaleh Osman empfängt das Karlsruher Stadtoberhaupt

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Karlsruher Delegation baut in Dschibuti Beziehungen auf

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Austausch über Themen urbaner Entwicklung und mögliche Zusammenarbeit

Bei seiner Reise in die Stadt Dschibuti, das sogenannte Drehkreuz des ostafrikanischen Handels, nahm Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup die Gelegenheit wahr, sich mit seiner dortigen Amtskollegin Fatouma Awaleh Osman zu treffen. Gemeinsam mit der Delegation des Karlsruher EnergieForums wurden verschiedene Themen urbaner Entwicklung diskutiert und Möglichkeiten für die interkontinentale Zusammenarbeit ausgelotet.

Beide Stadtoberhäupter verfügen über Erfahrungen in kommunalen, regionalen und überregionalen Entwicklungsprozessen. So ist OB Mentrup zum Beispiel Präsident des deutschen Gremiums der europäischen Städte und Gesellschafter der TechnologieRegion Karlsruhe. Fatouma Awaleh Osman ist neben ihrer Aufgabe als Bürgermeisterin auch die erste weibliche Generalsekretärin der "Organisation des Capitales et Villes Islamiques", einem Gremium islamischer Städte, und zudem sehr aktiv in der Internationalen Organisation der Frankophonie, welche den kulturellen und politischen Austausch mit Frankreich pflegt.

Die angesprochenen und vertieften Themen umfassten ein weites Spektrum. Zum Beispiel ging es um den Stellenwert von Frauen, die in Dschibuti in verschiedenen Positionen gefördert werden. Auch Stadtentwicklung und Lebensqualität spielten eine große Rolle. Ausgetauscht wurde sich zu Kinderspielplätzen, Ruhearealen, Parkraumbewirtschaftung, der Erschließung von Wohn- und Gewerbegebieten, zu Energie-, Wasser- und Abwassermanagement sowie Mobilität.

Konkrete Herausforderungen in Dschibuti sind das rasante Bevölkerungswachstum und der Bau des neuen chinesischen Hafens, der zu deutlich mehr Verkehrsaufkommen führen wird. Auch deshalb ist ein Cargo Center für Lkw und Bahn in Planung, von dem aus auch die Nachbarländer erschlossen werden können. Die Entwicklung eines Excellence Centers, welches sich mit Transport beschäftigt, wird von der Worldbank finanziert und soll über die Grenzen von Dschibuti hinausstrahlen und ostafrikanische Studenten anziehen.

Das Knowhow aus Karlsruhe wird auch in Zukunft von Bedeutung sein, da die Fächerstadt mit ihren Netzwerken bereits in vielen Bereichen Lösungsansätze für die angesprochenen Probleme erarbeitet hat. Ein Beispiel für die interdisziplinäre Zusammenarbeit ist wiederum das EnergieForum, welches Experten unterschiedlicher Fachrichtungen und Institutionen bündelt. Allein hierdurch bieten sich Ansätze für zukünftige Kooperationen.