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Karlsruhe: Presseportal

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29. November 2012

Der Winter ist Erntezeit im Wald

Waldwege mit Warnschildern und Absperrbändern versehen

Während sich viele Menschen zur Winterzeit in ihre warmen Wohnungen zurückziehen und die Tiere ihre Winterquartiere beziehen, beginnt im Wald die Erntezeit. Wenn die Bäume kahl sind, fangen die Forstleute mit dem Holzeinschlag an. Dieser erfolgt in den Karlsruher Wäldern durch städtische Forstwirte, Forstunternehmer sowie im Hardtwald zum Teil durch Holzerntemaschinen, sogenannte Harvester. "Dies ist insbesondere beim Fällen von Laubbäumen aus Gründen der Arbeitssicherheit von großer Bedeutung, damit die mit der Fällung der Bäume beschäftigten Forstwirte die Schwerpunktlage der Baumkrone einschätzen können", erläutert Ulrich Kienzler, Leiter der Forstabteilung im städtischen Liegenschaftsamt. Der Revierförster legt dabei die zu erntenden Bäume fest. Er markiert sie und erstellt für die Holzernte einen schriftlichen Arbeitsauftrag. Neben forstwirtschaftlichen Gesichtspunkten spielen auch ökologische und landschaftliche Aspekte eine wichtige Rolle bei der Fällung.

Um Gefahren durch die Waldarbeiten zu vermeiden, werden für Waldbesucherinnen und Waldbesucher ortsweise Waldwege mit Warnschildern und Absperrbändern versehen. An häufig besuchten Wegen werden zusätzlich Hinweisschilder aufgestellt, die den Grund der Waldarbeiten erläutern. Die gesperrten Waldwege dürfen in dieser Zeit nicht betreten werden. Wer die Absperrhinweise missachtet, begibt sich in Lebensgefahr. Nach der Holzernte werden die Waldwege bei Bedarf wieder instand gesetzt. Für zeit- und ortsweise Behinderungen bittet die Forstverwaltung um Verständnis.

Weiterhin weist der Forst darauf hin, dass Schnee und Eis auf den Waldwegen nicht beseitigt werden. Spaziergängerinnen und Spaziergänger sowie Radfahrerinnen und Radfahrer müssen sich deshalb auf die winterlichen Bedingungen und Gefahren im Wald einstellen. Das Betreten der Waldwege geschieht auf eigene Gefahr, auch wenn diese mit Hinweisschildern gekennzeichnet sind.

Mit der Winterzeit beginnt auch die Jagdzeit. Hier steht insbesondere die Jagd auf Wildscheine und Rehe im Vordergrund. Die intensive Jagd auf Wildschweine ist wegen der hohen Vermehrung unverzichtbar, um Schäden in Gärten, Parks und der Landwirtschaft zu vermeiden. Im Wald richten Wildschweine keinen Schaden an. Bei Rehen kommt es jedoch ohne eine Regulierung durch die Jagd zu erheblichen Verbiss-Schäden an jungen Bäumen und somit am Waldnachwuchs.

Alle Arbeiten im Wald basieren auf der Forsteinrichtungsplanung, die die nachhaltige Arbeit im Wald sicherstellt. Folglich stehen Holzzuwachs und die genutzte Holzmenge langfristig im Gleichgewicht. Das geerntete Holz wird an Sägewerke, Spanplatten- und Zellstoffwerke sowie überwiegend an Holzhändler im Inland, aber auch im Ausland, verkauft. Besonders begehrt ist in diesem Jahr das Brennholz aus den heimischen Wäldern.