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Karlsruhe: Presseportal

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23. November 2012

Frei leben - ohne Gewalt: Frauen sind keine Ware

 

Karlsruhe beteiligt sich am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen haben in Karlsruhe mehrere Bündnisse und Organisationen eingeladen, gemeinsam ein öffentliches Zeichen gegen alle Formen von Gewalt an Frauen zu setzen.

Alljährlich werden um den 25. November, dem Internationalen Gedenktag gegen Gewalt an Frauen, daher überall auf der Welt Fahnen mit der Aufschrift "Nein zu Gewalt an Frauen - frei leben ohne Gewalt" gehisst. Vor der Hissung von mehr als 20 Fahnen in Karlsruhe stand heute beim Internationalen Frühstück, welches 2010 am Gedenktag vom Projekt "Häusliche Gewalt überwinden" ins Leben gerufen wurde, im Internationalen Begegnungszentrum (ibz) der Dialog zum Thema Partnergewalt im Vordergrund: Rund 100 Interessierte und Betroffene kamen untereinander und mit Fachleuten ins Gespräch. "Die Aktionen sollen informieren, die Öffentlichkeit sensibilisieren und vor allem Betroffenen Mut machen", so Annette Niesyto, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Karlsruhe. Es gehe ganz konkret darum, die Angebote vor Ort aufzuzeigen, die unterstützen können Gewalt zu beenden.

In getrennten Frauen- und Männergruppen fand ein intensiver und teilweise sehr persönlicher Austausch unter den Teilnehmenden statt. Fachleute der Beratungsstellen stellten sich und ihre Möglichkeiten vor. Teilnehmende berichteten, wie in ihrem Umfeld Gewalt noch als "Normalität" und eine geschlagene Frau als "selbst schuld" angesehen wird. "Es ist ja toll, dass es hier in Karlsruhe kostenfreie und verschwiegene Beratung gibt für Frauen, die Gewalt erleben", so eine Teilnehmerin. Die Informationen über das örtliche Angebot für Frauen, Männer, Paare und Familien sind in verschiedenen Sprachen auch online zugänglich: www.karlsruhe.de/hg

Beim diesjährigen Schwerpunktthema Frauenhandel ist die zentrale Forderung von TERRE DES FEMMES ein Aufenthaltsrecht für Opfer von Zwangsprostitution. In Deutschland liegt der Fokus insbesondere darauf, die Täter und Täterinnen zu verurteilen. Die Gefahr bestehe, dass die Lage der Opfer aus dem Blick gerät. Weitere Informationen hierzu gibt es auf der Internetseite von TERRE DES FEMMES: www.frauenrechte.de.