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Karlsruhe: Presseportal

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29. Oktober 2019

"Sicherer Hafen" Karlsruhe

 

Sachlage und bereits aufgenommene Flüchtlinge Thema im Arbeitskreis Migrationsbeirat

Seit einem entsprechenden Gemeinderatsbeschluss Anfang des Jahres gilt Karlsruhe gemäß der gleichnamigen Initiative für Seenotrettung und Flüchtlingshilfe als Sicherer Hafen. Das humanitäre Zeichen des Gemeinderats vom Februar setzt die Stadtverwaltung um. So erfuhr nun der städtische Arbeitskreis Migrationsbeirat, dass schon im Juli zwei aus Seenot gerettete Flüchtlinge nach Karlsruhe zugewiesen wurden und in Übergangsunterkünften der Stadt leben. Zur Gremiumssitzung eingeladen waren auch Lokalgruppen von Flüchtlingshilfe, Caritas, Verein Freunde für Fremde und Initiative Seebrücke.

Aus dem UNHCR-Resettlement-Programm werden ebenfalls weiterhin besonders schutzbedürftige Personen in der Fächerstadt aufgenommen. Aktuell sind dies vier Personen aus dem Sudan, eine Familie mit Kleinkind und eine alleinstehende Frau. Sie wurden dem Programm gemäß bereits in den Aufnahmelagern asylrechtlich überprüft und daraufhin nach Deutschland gebracht, um ihnen eine lebensgefährliche Flucht über Schlepper zu ersparen. Ihre bereits erteilte befristete Aufenthaltserlaubnis erleichtert die ersten Integrationsschritte. Bei aus Seenot Geretteten verhält es sich anders, ihr Asylverfahren bleibt ergebnisoffen. Auch eine Aufnahme in Karlsruhe garantiert keine Anerkennung als Flüchtlinge, kein Bleiberecht.

Die Integrationsbeauftragte der Stadt, Meri Uhlig, betonte in diesem Zusammenhang die Bedeutung des Engagements der Zivilgesellschaft. In enger Abstimmung mit hauptamtlichen Betreuungskräften leiste diese einen wichtigen Beitrag für Ankommen und Integration. Wann weitere aus Seenot gerettete Flüchtlinge nach Karlsruhe gelangen könnten, fußt auf (Ausnahme-)Entscheidungen der Bundesregierung und ist daher kommunal kaum beeinflussbar.