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26. September 2019

Land zeichnet Grötzinger Schulgarten als hervorragend aus

Akteure und Erfolge des Grötzinger Schulgartens

Akteure und Erfolge des Grötzinger Schulgartens

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Selbst gepflegte Anlage von der ersten bis zur zehnten Klasse lehrreich eingebunden

Von Bio-Lehrerin Inna Beier vor drei Jahren als verwaist neu entdeckt und in der fünften Klasse eingebunden, wird der Schulgarten der Grötzinger Augustenburg-Gemeinschaftsschule inzwischen von allen Jahrgangsstufen genutzt und bearbeitet. Das würdigte nun der Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft Baden-Württemberg (LOGL) auf besondere Weise: Dr. Peter Herz vom LOGL-Vorstand Mittlerer Oberrhein überbrachte viel Lob und Preis auch im Namen von Landwirtschaftsminister Peter Hauk sowie Kultusministerin Susanne Eisenmann und ihrer Häuser. Lohn und Ausdruck der äußerst erfolgreichen Teilnahme an der Schulgarteninitiative 2018/2019 "Lernen für die Zukunft – Garten macht Schule". Hinzu kam eine Ehrenurkunde für hervorragende Leistungen.

"Eine sehr hilfreiche Auszeichnung für unsere Schule", betonte Rektor Friedbert Jordan hoch erfreut. Und Herz, bei seinem Besuch jüngst schon gespannt auf den Garten, erklärte: "Wir führen im Landesverband einen ständigen Dialog mit den Obst- und Gartenbauvereinen über modellhafte Projekte der Schulgärten." Was Lehrerin Beier im Bio-Unterricht sowie mit einer AG und in kleiner Gruppe begann, weitete sich rasch aus. Es war klar, dass der Schulgarten wesentlich mehr Kraft und Zeit zu pädagogischen Zwecken benötigt. "Es kamen immer mehr Klassen dazu, der Grötzinger Bauhof hat uns sehr hilfreich bestens dabei unterstützt, und tut dies weiterhin, beim Kompostieren etwa oder dem Aufbringen von Muttererde, dafür sind wir sehr dankbar", unterstrich die neben Anderen besonders engagierte Lehrkraft.

Inzwischen gibt es eine Kräuterpyramide, ein Hoch- wie ein zu dieser Jahreszeit allmählich schwer gefragtes Kürbisbeet, Blumen und vieles mehr. Selbst zum Religionsunterricht leistet das kleine Schulparadies seinen Beitrag, um anschaulich den Sinn des Lebens aufzuzeigen. Erst- bis Zehntklässler arbeiten im Schulgarten und entspannen auch darin. Sonderschullehrerin Ellen Thost nutzt die kleine Landwirtschaft gern zur Pädagogik des Faches Arbeitsbildung. Sie und Inna Beier wissen, dass der Garten ein wichtiger Beitrag für Bildung zu Nachhaltigkeit, Arbeit und Natur, auch Ernährung, Alltagswissen wie Soziales und Biologie ist. Alle Ernten werden vielfältig in der Schule verarbeitet, ein Gießplan zieht Lehrer während der Ferien hinzu. Kurzum ein wahrer Gemeinschafts-Schulgarten, der allen, die mitmachen, zum Schuljahresende ein "Arbeiterfest" bescherte. "Das Wichtigste bleibt immer die Anerkennung", hebt Beier allgemeingültig hervor.