Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Presseportal

Zurück

20. Juni 2012

Modell der Stadt aus dem Jahr 1834 restauriert

Modell der Stadt Karlsruhe

Modell der Stadt Karlsruhe

Details und Download

 

Mehr Informationen durch zusätzliche digitale Präsentation

Auf dem Weg zum neuen Stadtmuseum erfahren einige Objekte in der Dauerausstellung des Stadtmuseums im Prinz-Max-Palais bereits jetzt Veränderungen. So ist das Modell, das die Stadt Karlsruhe um 1834 zeigt, soeben restauriert und mit einer digitalen Präsentation ausgestattet worden. Sie ermöglicht es den Besucherinnen und Besuchern, noch mehr Informationen zu erhalten.

Als Grundlage für die Rekonstruktion des Stadtbildes aus dem Jahr 1834 dienten der zeitgenössische Stadtplan und alte Ansichten und Baupläne: Nördlicher Mittelpunkt ist das Schloss, von dem aus neun nach Süden ausgerichtete Strahlen als die wichtigsten Verbindungswege auf die Lange Straße (heute Kaiserstraße) und darüber hinaus laufen.

Zu dieser Zeit existieren noch die sechs Stadttore (Linkenheimer, Mühlburger, Karls-, Ettlinger, Rüppurrer und Durlacher Tor), die die äußere Begrenzung der Stadt bilden. Für die Bauweise im frühen 18. Jahrhundert sind die einstöckigen Wohnhäuser mit Mansardendach typisch. Die unregelmäßige Straßenführung und Bebauung der Taglöhnersiedlung "Dörfle" im Südosten der Stadt ist auf dem Modell ebenso veranschaulicht wie der Verlauf des Landgrabens, der damals als Abwasserkanal noch weithin offen durch die Stadt führte. Durch die Wahl des Stichjahres in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wird hier aber vor allem Friedrich Weinbrenners Bauschaffen dokumentiert, wie es in dieser Vollständigkeit heute nicht mehr zu sehen ist. Baugeschichtlich bedeutend ist die Platzfolge der so genannten Via Triumphalis entlang der heutigen Karl-Friedrich-Straße vom Schlossplatz über den Marktplatz, den Rondellplatz bis zum Ettlinger Tor. Das Stadtmodell zeigt, dass aus der kleinen markgräflichen Residenz im 18. Jahrhundert die repräsentative Landeshauptstadt des Großherzogtums Baden geworden war.

Das Stadtmodell wurde im Auftrag der Stadt von Heinz Vogel, Modellbauer und ehemaliger Stadtrat, 1984 im Maßstab 1:600 mit viel Liebe zum Detail gebaut. Frisch restauriert ist es jetzt mit einer digitalen Präsentation verbunden, die 30 Bauten und Plätze auf dem Modell und in historischen Stadtansichten erläutert. Für Interessierte ist das Stadtmodell zu den Öffnungszeiten des Stadtmuseums dienstags, freitags, sonntags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags von 10 bis 19 Uhr, samstags von 14 bis 18 Uhr im Stadtmuseum im PrinzMaxPalais, Karlstraße 10, zu besichtigen. Der Eintritt ist frei.