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Karlsruhe: Presseportal

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4. September 2018

Vielfältiges Rahmenprogramm zu "Bewegt euch!"

 

Führungen und Vorträge zur Sonderausstellung über das Jahr 1968 und die Folgen in Karlsruhe

Zur Sonderausstellung "Bewegt euch! 1968 und die Folgen in Karlsruhe" im Stadtmuseum im Prinz-Max-Palais gibt es in den Tagen vom 9. bis 13. September ein reichhaltiges Rahmenprogramm. So findet zunächst am Sonntag, 9. September, um 15 Uhr eine Überblicksführung mit Hildegard Schmid statt. Der Eintritt in die Ausstellung beträgt vier Euro, ermäßigt zwei Euro, die Führung selbst ist kostenlos.

Unter dem Titel "Wir dachten, wir könnten die Welt verändern" spricht Anete Wellhöfer am Dienstag, 11. September, um 18 Uhr über die autonome Frauen- und Lesbenbewegung in den 1980er und 1990er Jahren. Untermalt wird der Vortrag mit Slides von Frauenprojekten, Demo-Transparenten und Flyern. Danach gibt es Zeit für Fragen und Diskussion.

Am Mittwoch, 12. September, hält um 18 Uhr Prof. Dr. Manfred Kappeler einen Vortrag über "Achtundsechzig und die Folgen für Pädagogik und Soziale Arbeit". Die "Erziehung der 68er" wird verschiedentlich von Konservativen für alle Missstände der Gegenwart verantwortlich gemacht. Dabei war die "antiautoritäre Erziehung" eher ein Mythos von außen. Real ging es den sogenannten Antiautoritären um repressionsfreie Verhältnisse. Erziehung zum Ungehorsam hieß die Losung. Was hat es bewirkt – was ist geblieben? Dies ist das Thema des bis heute engagierten Erziehungswissenschaftlers.

Am Tag darauf, Donnerstag, 13. September, führt Erich Berner um 17 Uhr zum Thema "Sozialpolitik von unten" durch die Sonderausstellung. In den 1970er Jahre begannen in Karlsruhe junge, engagierte Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter bei unterschiedlichen Trägern Veränderungen in der Sozialpolitik anzustoßen. Jenseits der traditionellen Fürsorgepolitik warfen sie gesellschaftskritische Fragen auf und setzten auf die politische Selbstaktivierung von Betroffenen und die Überwindung der die Notlagen begründenden Verhältnisse. Der Eintritt zu den Vorträgen und Sonderführungen ist frei.