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Karlsruhe: Presseportal

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20. Dezember 2011

Auch als Stadt im Umbruch genießt Karlsruhe hohe Wertschätzung - im Selbstbild wie in der Fremdwahrnehmung

Weihnachtsgruß von Oberbürgermeister Heinz Fenrich

In der aktuellen Bürgerumfrage verteilen über 82 Prozent der Antwortenden für die Lebensqualität in Karlsruhe Bestnoten. Im Ranking der Wirtschaftswoche hat die Fächerstadt ihren Platz in der Spitzengruppe deutscher Großstädte gerade wieder behauptet. Vor diesem Hintergrund ermuntert Oberbürgermeister Heinz Fenrich die Karlsruherinnen und Karlsruher in seinem Weihnachtsgruß "gemeinsam stolz zu sein auf das Erreichte" und die Vorzüge "selbstbewusst zu kommunizieren".

Liebe Karlsruherinnen, liebe Karlsruher

Karlsruhe ist eine Stadt im Umbruch. Und trotzdem - oder besser: gerade deshalb - ist ihre Attraktivität ungebrochen, genießt sie hohe Wertschätzung. Das machen sowohl das interne Selbstbild wie die externe Fremdwahrnehmung deutlich. In der gerade veröffentlichten Bürgerumfrage bewerten über 82 Prozent der Befragten die Lebensqualität in Karlsruhe mit gut oder sogar sehr gut. Insgesamt fällt das Urteil der Menschen über ihre Stadt noch besser aus als in den vorangegangenen Jahren. Die hohe Beteiligung an der Online-Umfrage übertrifft dabei alle Erwartungen und macht das Ergebnis zu einem verlässlichen Stimmungsbarometer. Es vermittelt zudem wertvolle Hinweise und Anregungen, in welchen Bereichen man von Politik und Verwaltung Verbesserungen erwartet. Dass dabei die zügige Abwicklung der Baustellen in der City ein zentrales Anliegen darstellt, liegt nahe und deckt sich mit den Zielen aller Beteiligten - privater wie öffentlicher Bauträger.

Ich bin mir durchaus bewusst, dass die Aussicht auf eine neue Lebensqualität, auf eine stabile wirtschaftliche Entwicklung und eine leistungsfähige Infrastruktur gegenwärtig Prozesse auslöst, deren Dynamik uns allen das ein oder andere Mal einiges abverlangt. Diese Dynamik ist aber gleichzeitig ein Zeichen für das Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt. Ein Blick in die Kaiserstraße belegt das: Links und rechts der Kombilösung entstehen neue Geschäftshäuser. Die östliche Südstadt wächst in ungeahnter Geschwindigkeit zur Heimat für rund 6.500 Menschen heran. Alle diese Entwicklungen sind Teil einer augenfälligen Aufbruchstimmung, die mitunter anstrengend sein mag, die uns aber Stück für Stück dem neuen Karlsruhe näher bringt.

Die starke Position, die Karlsruhe bereits heute im Feld der 50 größten deutschen Städte inne hat, ist gerade wieder im Städteranking der „Wirtschaftswoche“ untermauert worden: Mit Rang vier gehört die Fächerstadt erneut zur nationalen Spitzengruppe, wenn es um Arbeitsmarkt, Soziales, Wirtschaft und Wohlstand geht - neben München, Stuttgart und Münster. Sichere Arbeitsplätze, hohe Beschäftigungsrate, niedrige Zahl an Empfängern von Arbeitslosengeld II und überdurchschnittlich hohe Qualifikation der Beschäftigten, das kennzeichnet Karlsruhe als ein Zentrum für wissensgetriebene Technologien und führt zu einem weit überdurchschnittlichen Niveau bei der Wirtschaftskraft und bei der Einkommensteuerkraft.

Vor diesem Hintergrund können wir alle durchaus gemeinsam stolz sein auf das Erreichte und zuversichtlich, dass wir auch die anstehenden Herausforderungen meistern werden. Gerade das Jahr 2011 hat das bewiesen: Wenn es darauf ankommt, dann entwickeln wir ein Gemeinschaftsgefühl, das Seinesgleichen sucht. Ich denke an die beispiellose Anteilnahme und Hilfsbereitschaft der vielen Menschen und Unternehmen nach dem verheerenden Brand im Zoo. Es hat mich berührt und ich bin dankbar für die enorme Spendenbereitschaft - ob namhafte Summen oder Erspartes aus dem Sparschwein -, durch die der neue Streichelzoo in Rekordzeit realisiert werden konnte.

Der Wille zum Mit-Gestalten lässt sich auch an anderer Stelle festmachen: Ich freue mich, dass sich so viele Bürgerinnen und Bürger bereit erklärt haben, den gemeinsamen Lebensraum mit Fachleuten aller Richtungen im Rahmen der Zukunftsforen zum „Integrierten Stadtentwicklungskonzept Karlsruhe 2020“ planvoll weiter zu entwickeln. Dass es sich lohnt, zeigt die Zwischenbilanz des vorangegangenen Masterplan-Prozesses: Der Schlossplatz strahlt in neuem Glanz und empfiehlt sich als zentraler Veranstaltungsort für den 300. Stadtgeburtstag. Der Landschaftspark Rhein steht vor der Vollendung, der Kreativpark „Alter Schlachthof“, die Projekte im Zoologischen Stadtgarten und die - erst kürzlich vom Land ausgezeichnete - Fahrradstadt Karlsruhe sind auf gutem Weg. Dazu kommt natürlich der konsequente Ausbau der Familien- und Schulstadt Karlsruhe. Gerade hierbei haben wir uns hohe Ziele gesteckt: Ungeachtet der schwierigen Haushaltssituation hat der Gemeinderat die gesetzlich vorgegebene Quote beim Ausbau der Betreuungseinrichtungen für Kinder unter drei Jahren von 30 Prozent auf 40 Prozent erhöht. Dazu kommt die Schaffung neuer Plätze in „regulären“ Kindergärten und in Horten, der Aus- und Neubau von Schulen aller Arten, für die Millionensummen bewilligt sind. Das alles zeigt: In Karlsruhe werden Visionen erfolgreich umgesetzt. Auch darauf dürfen wir stolz sein - und es auch zeigen. Es ist immer wieder bemerkenswert, wie hoch die Zufriedenheit der Karlsruherinnen und Karlsruher mit ihrer Stadt ausfällt - und wie zurückhaltend sie sich zeigen, wenn es darum geht, die Vorzüge selbstbewusst zu kommunizieren. Seien wir alle mehr Öffentlichkeitsarbeiter in eigener Sache - auch das bringt Karlsruhe weiter voran.

Zunächst aber wünsche ich Ihnen und Ihren Familien ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Start ins Neue Jahr.