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Karlsruhe: Presseportal

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9. Oktober 2018

Neue Stufe der Zusammenarbeit

Unterzeichnung der Partnerschaftsvereinbarung

Unterzeichnung der Partnerschaftsvereinbarung

Details und Download

Arbeitsgespräch an der Kuban-Universität

Arbeitsgespräch an der Kuban-Universität

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Toni Holub alias "Toni Mogens"

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Delegationen aus Karlsruhe und Nancy zu Gast in Krasnodar

Die Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages zwischen Nancy und Krasnodar sowie der Abschluss einer trilateralen Vereinbarung mit Karlsruhe stand am Freitag (5. Oktober) im Mittelpunkt eines Festaktes im Rathaus von Krasnodar.

"Wir sehen diese Zeremonie als Start für eine neue Stufe der Zusammenarbeit", erklärte Oberbürgermeister Evgeny Pervyshov bei der Begrüßung der Delegationen aus Karlsruhe und Nancy im Konzert- und Orgelsaal des Rathauses. "Wir hoffen, dass die Partnerschaft mit Krasnodar sich ebenso gut entwickelt wie unsere langjährigen Beziehungen zu Karlsruhe", betonte Nancys Oberbürgermeister Laurent Hénart. Mit der Begründung der Städtepartnerschaften sei ein wichtiger Beitrag für den Frieden gesetzt worden, hielt Karlsruhes OB Dr. Frank Mentrup fest. Nach dem Erfolg der erstmals von den drei Partnerstädten gemeinsam durchgeführten Jugendkonferenz wolle man vor allem Projekte für zukünftige Generationen voranbringen.

Aus eigener Erfahrung wusste Duma-Vorsitzende Wera Galuschko zu berichten, dass die "Freundschaft mit Karlsruhe reife Früchte trägt": Der Karlsruher Sänger und Songwriter Toni Holub, der erstmals vor sieben Jahren im Rahmen eines Schüleraustauschs bei ihrer Familie zu Gast war, trat an diesem Wochenende nicht nur zusammen mit der Karlsruher Sängerin Laura Hügel beim Festakt im Rathaus auf, sondern wurde auch noch beim internationalen Musikfestival "Imja", unter seinem Künstlernamen Toni Mogens, von der Jury als bester "Pop-Artist 2018" ausgezeichnet.

Neue Beziehungen angebahnt

Auf offene Türen und viel Interesse für Partnerschaftsprojekte stießen die beiden Delegationen an allen Stationen des umfangreichen Besuchsprogramms. Im Gymnasium 36, der Partnerschule des Karlsruher Kant-Gymnasiums, signalisierte die französische Delegation Interesse, auch eine Verbindung nach Nancy aufzubauen.

Das Gymnasium 36 arbeitet ebenso mit dem Goethe-Institut zusammen wie die Fakultät für Romanistik und Germanistik der Staatlichen Kuban Universität, wo Lehrstuhlleiterin Prof. Dr. Marina Oleynik die vielfältigen Projekte vorstellte, die alle darauf abzielen, die deutsche Kultur zu erhalten. Dazu gehört auch das vor zwanzig Jahren vom damaligen Karlsruher OB Prof. Dr. Gerhard Seiler initiierte und von der Freundschaftsgesellschaft Karlsruhe-Krasnodar unterstützte Zentrum für Deutsche Literatur. Zudem berichteten Studierende von Auslandserfahrungen und zeigten auf, wo Probleme auftreten und weitere Unterstützung notwendig ist. Beim Zusammentreffen mit dem Präsidenten der Kuban-Universität Michael Astapov wurde vereinbart, Universitätsvertreter aller drei Städte zu einem Treffen nach Nancy einzuladen, um möglichst rasch weitere Beziehungen auf den Weg zu bringen.

Austausch weiter ausbauen

Beim Besuch des Regionalen Klinikums Nr. 1 wurden die Gäste über die gesamte Bandbreite der Leistungen der Einrichtung informiert, die mit 5.000 Beschäftigen, davon 800 Ärzte, mit besonderer Ausstattung und besonderem Know-how ein Einzugsgebiet von fünf Millionen Einwohnern und über 50 Kliniken abdeckt. Hier konnten Professor Dr. Franz Kehl, Direktor der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin am Städtischen Klinikum Karlsruhe und Professor Dr. Detlef Frohneberg, ehemaliger Direktor der Urologischen Klinik im Städtischen Klinikum, direkt mit Chefarzt Vladimir Porhanov weitere Austauschmöglichkeiten für Ärzte und Pflegepersonal besprechen, wobei neben sprachlichen auch finanzielle Hürden zu überwinden sind.

Finanzielle Hürden waren dagegen beim letzten russischen Vorzeigeprojekt nicht zu erkennen. Stolz präsentierte OB Pervyshov den Gästen die Fußball-Akademie, das neue Stadion und den Park des 2008 gegründeten Fußballvereins FK Krasnodar. Eigentümer ist Sergej Galizki, der Gründer der Einzelhandelskette "Magnit". Neben dem hochmodernen Stadion für 34.000 Zuschauer, der Heimstatt der auch international erfolgreichen "Bullen", baute Galizki nicht nur die erste russische Fußball-Jugendakademie mit Internat auf, sondern spendierte dazu noch einen öffentlich zugänglichen Park. "Zu den jetzt bebauten 60 Hektar hat er noch zweihundert Hektar dazugekauft", erklärte OB Pervyshov. Der Park werde jetzt noch größer. Auch das Thema Fanausschreitungen habe Galizki auf besondere Art gelöst: Die Gastvereine bekommen bis zu 10.000 Karten kostenlos, wenn sie nur fríedliche Fußballfans mitbringen.