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Karlsruhe: Presseportal

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4. April 2013

"Sie haben einen der schwierigsten Arbeitsplätze der Stadt"

OB Dr. Frank Mentrup besucht das Team der Bürgerdienste

OB Dr. Frank Mentrup besucht das Team der Bürgerdienste

Details und Download

OB Dr. Frank Mentrup besuchte Ordnungs- und Bürgeramt

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"Antrittsbesuch" von OB Dr. Mentrup im Ordnungs- und Bürgeramt / Neue Strukturen sorgen für Entlastung

Einzelschicksale und eine hohe Erwartungshaltung der Kundschaft auf der einen Seite - eine komplexe Gesetzeslage und eine hohe Fallzahl auf der anderen Seite. Kein Zweifel, der berufliche Alltag fordert den 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Ausländerbehörde des städtischen Ordnungs- und Bürgeramts (OA) viel ab. Einen Einblick davon hatte sich Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup bei seinem "Antrittsbesuch" am Mittwoch verschafft. Sein Anliegen, direkt mit den städtischen Beschäftigten in Kontakt zu kommen, hatte ihn in das mit rund 420 Beschäftigten zu den größten städtischen Dienststellen zählende Ordnungs- und Bürgeramt geführt. Der Vor-Ort-Besuch des Oberbürgermeisters sei ein großes Signal der Wertschätzung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, freute sich Dienststellenleiter Dr. Björn Weiße über das Interesse an einem vielseitigen, wenngleich für die Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter des Ordnungs- und Bürgeramts oft auch sehr stressigen Aufgabenfeld.

Auf gutem Weg sei man in der Ausländerbehörde seit einer mit allen Beschäftigten entwickelten Umstrukturierung, informierte Weiße den Oberbürgermeister. Diese wurde zum Februar dieses Jahres umgesetzt. Heute stehe dieser Bereich, der noch vor ein bis zwei Jahren in der Kritik stand, deutlich besser da,so Weiße. So habe man mit einem neu geschaffenen Warteraum sowie der erweiterten Möglichkeit, Termine zu vereinbaren, die Situation für die im Durchschnitt 200 Bürgerinnen und Bürger pro Tag sowie die Belegschaft deutlich verbessert. Nicht nur die Möglichkeit, selbst Termine zu vereinbaren, hat dabei viel Druck für die Sachbearbeiter herausgenommen. Von großem Vorteil für die Beschäftigten war damit auch, die Bearbeitung der Anträge  "in den Hintergrund" zu verlagern, um sich so mit der notwendigen Qualität den Anliegen widmen zu können. "Mir ist an einem unmittelbaren Feedback gelegen", betonte Mentrup und signalisierte dem jungen Team Unterstützung in allen Belangen, die die Bearbeitung in der Praxis vereinfachen würden. "Sie haben einen der schwierigsten Arbeitsplätze in der Stadtverwaltung überhaupt", drückte Mentrup den Beschäftigten seine Hochachtung aus.

Stressig ist auch der Job in der Einbürgerungsbehörde, wo der Veränderungsprozess noch am Anfang steht. Probleme sind hier hohe Rückstände in der Bearbeitung und damit enorme Wartezeiten für Antragstellende, auch hervorgerufen durch personelle Engpässe nach Personalausfällen. Hier werden derzeit auf zwei zusätzlichen Projektstellen neue Kolleginnen in das Spezialwissen eingearbeitet, um die Rückstände nach und nach aufzuarbeiten. Strukturen schaffen, um  die  Beschäftigten bei der fordernden Aufgabe zu entlasten mit dem Ziel, Einbürgerungswilligen in diesem Punkt der sozialen Integration ein "Willkommenszeichen" zu geben , sei der richtige Ansatz, unterstützte Mentrup das Einbürgerungs-Team, den bereits eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen und sich selbst mit Ideen einzubringen. Vor der in der politischen Diskussion gewünschten Einbürgerungskampage müsse es zunächst darum gehen, stabil arbeitsfähig zu werden, zeigte OB Dr. Mentrup Verständnis für die Situation der Beschäftigten der Einbürgerungsbehörde, die aufgrund der verzögerten Bearbeitung in die Kritik gekommen war.

Wissen - minutenschnell generiert: Gut aufgestellt sind die Bürgerdienste der Stadt. Diesen Eindruck nahm OB Mentrup  im Gespräch mit Weiße und den Führungskräften der Bürgerdienste mit ins Rathaus. Die Call-Center-Beschäftigten bedienen insgesamt 17 städtische Telefonnummern und  die Behördennummer D115. Rund 120 Gespräche bearbeitet eine Fachkraft pro Tag - der überwiegende Teil davon kann abschließend beim Erstkontakt geklärt werden.