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Karlsruhe: Presseportal

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2. Mai 2019

Baumsterben im Stadtwald: Forstamt schließt "Lücke"

Bürgervereinsvorsitzender Dr. Hubert Keller, Forstamtsleiter Ulrich Kienzler und Forstrevierleiter Jürgen Hartig bei der Baumpflanzung (von rechts nach links).

Bürgervereinsvorsitzender Dr. Hubert Keller, Forstamtsleiter Ulrich Kienzler und Forstrevierleiter Jürgen Hartig bei der Baumpflanzung (von rechts nach links).

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Junge Eichen und Kirschbäume ersetzen Kiefern

Wie fast überall im Hardtwald sind in den letzten Monaten auch im Stadtwald rund um das Europaschulviertel und bei der Reitschulschlagsiedlung sehr viele Kiefern abgestorben. An einigen Stellen weist der Wald nun kleine Lücken auf, wie am Übergang von der Albert-Schweitzer-Straße zur Bertha-von-Suttner-Straße. Hier pflanzten Dr. Hubert Keller, Vorsitzender des Bürgervereins Waldstadt, und Ulrich Kienzler, Leiter des städtischen Forstamts, gemeinsam 30 Eichen und zehn Wildkirschen.

Forstamt und Bürgerverein wollen mit dieser kurzfristig angesetzten Pflanzung zeigen, dass die Erhaltung der Wälder rund um die Waldstadt und der klimagerechte Waldumbau hohe Priorität haben. Im Herbst wird dann geprüft, ob weitere Pflanzungen erforderlich sind.

Hauptursachen des Baumsterbens sind das ausgeprägte Niederschlagsdefizit und das sogenannte "Diplodia-Triebsterben", ausgelöst durch den Wärme liebenden Pilz mit dem Namen "Sphaeropsis sapinea". Da viele der dürren Kiefern an Straßen, Wohnbebauung und an Kleingärten angrenzen, müssen die Kiefern aus Gründen der Verkehrssicherheit gefällt werden. Innerhalb des Waldes, wo der Waldbesitzer keine Verkehrssicherungspflicht hat, bleiben die dürren Bäume zunächst stehen und werden dann erst im Herbst entnommen.

Sollte der Sommer wieder so trocken werden wie 2018 befürchtet Ulrich Kienzler weitere massive Ausfälle bei der Kiefer. Ganz aktuell sterben sogar Douglasien ab, die bisher als besonders trockenresistent gelten. Zudem treten weitere Pilzerkrankungen an anderen Baumarten auf.