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Karlsruhe: Presseportal

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27. September 2019

"Goldene Wildbiene" für Artenschutz

Über die Auszeichnung freuen sich BM Lisbach und Klaus Weindel

Über die Auszeichnung freuen sich BM Lisbach und Klaus Weindel

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Stadt erhält Auszeichnung im Rahmen des Wettbewerbs "Blühende Verkehrsinseln"

Mit der insektenfreundlich gestalteten Grünfläche auf dem Edeltrudtunnel über der Südtangente, hat das Karlsruher Gartenbauamt gezeigt, wie erfolgreicher Artenschutz gelingen kann. Das sah auch das Verkehrsministerium Baden-Württemberg so und zeichnete das Engagement im Rahmen des Wettbewerbs "Blühende Verkehrsinseln" mit der "Goldenen Wildbiene 2019" aus.

Die prämierte Anlage stellt eine "grüne" Verbindungsachse zwischen den Stadtteilen Beiertheim und Bulach dar. Bereits seit 1999 wurden in den naturnah gepflegten Wiesenflächen Wildkräuter eingesät, um diese artenreicher zu gestalten und als Lebensraum für Insekten und andere Kleintiere, aber auch Vögel, Kleinsäuger und Reptilien aufzuwerten. Dies überzeugte auch die Fachjury, welche das Projekt als einen der Gewinnerbeiträge des Wettbewerbs kürte. Als Preis für ihr Engagement erhält die Stadt Karlsruhe die landesweite Auszeichnung "Goldene Wildbiene 2019" und gilt somit als Leuchtturm im Bereich Insektenschutz.

Im Namen der Stadt zeigte sich Bürgermeisterin Bettina Lisbach stolz auf die prämierte Wiese und die vielen weiteren naturnah entwickelten Grünflächen in Karlsruhe. "Wir freuen uns sehr, dass unsere Arbeit im Sinne des Artenschutzes nun landesweit als Leuchtturmbeispiel gilt. Der Erhalt der biologischen Vielfalt ist eines der drängendsten Themen unserer Zeit, das wir auch vor Ort adressieren möchten. Unser Engagement zeigt, dass jeder und jede etwas beitragen kann. Unser besonderer Dank gilt den Mitarbeitenden des Gartenbauamtes, die das Konzept erarbeitet und umgesetzt haben", erläuterte Lisbach dazu.

Die Jury des Wettbewerbs setzte sich aus Vertretern des Verkehrsministeriums, des Landesnaturschutzverbandes Baden-Württemberg, des BUND Baden-Württemberg, des NABU Baden-Württemberg und der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen zusammen. Bewertet wurden unter anderem die verwendete Saatgutmischung und die fachliche Expertise des Konzepts.

Hintergrund:

Der natürliche Lebensraum für Wildbienen und andere Insekten wird immer knapper. Rund 42 Prozent der heimischen Insektenarten sind in ihrem Bestand extrem reduziert oder vom Aussterben bedroht. Dabei sind sie für unser Ökosystem unersetzlich: Sie bestäuben Blüten, bekämpfen Schädlinge und tragen zur Fruchtbarkeit der Böden bei. Der Rückgang der Insekten hat auf den Menschen und die Umwelt extrem negative Auswirkungen. Das Gartenbauamt setzt mit naturnah entwickelten Flächen ein Zeichen für den Artenschutz – und für zukünftige Generationen.