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Karlsruhe: Presseportal

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12. März 2021

Grundwassersicherung in Rüppurr

 

Stadt beseitigt Verunreinigungen der ehemaligen Farbenfabrik auf eigene Kosten

Von der Bildfläche verschwunden ist die ehemalige Farbenfabrik in Rüppurr schon seit über einem Jahrhundert, doch im Grundwasser finden sich heute noch Spuren dieses Produktionsstandorts. Nach zahlreichen Untersuchungen des Geländes hat sich die Stadt nun zu einer hydraulischen Sicherung des Gesamtareals entschlossen, um ein weiteres Abströmen von belastetem Grundwasser zu verhindern. Hierfür wird das Grundwasser über Brunnen entnommen, abgereinigt und wieder in den Untergrund eingeleitet. Die Maßnahme beginnt nach Abschluss der erforderlichen planungs- und Genehmigungsverfahren voraussichtlich im kommenden Jahr.

Vorausgegangen ist der Grundwassersicherung ein stufenweises Vorgehen in den vergangenen Jahren, bei dem zahlreiche Untersuchungen im Bereich Märchenring / Battstraße durchgeführt wurden. Hierbei wurde nicht nur der Oberboden auf Schadstoffe untersucht. Die Stadt hat zugleich das Grundwasser analysiert und eine Gefährdungsabschätzung für das nahegelegene Wasserwerk Durlacher Wald sowie für weitere Grundwassernutzer vorgenommen. Das Ergebnis dieser Untersuchungen war, dass sich für Bewohnende und Gartennutzende keine Einschränkungen ergeben. Das Grundwasser kann gefahrlos für Gießzwecke verwendet werden. Lediglich der direkte Kontakt mit dem Grundwasser, also die Verwendung als Trinkwasser, zum Baden und Duschen, ist zu vermeiden.

Nachdem die Schlussbewertung aller Untersuchungen aufzeigte, dass ein weiterer Eintrag von Schadstoffen aus dem Untergrund in das Grundwasser nicht völlig ausgeschlossen werden kann, fiel im Mai 2020 im Gemeinderat die Entscheidung für eine hydraulische Sicherung des Gesamtareals. Die Kosten hierfür werden von der Stadt Karlsruhe übernommen. Vor dem Start werden die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner rechtzeitig über den Zeitplan und den Umfang der Arbeiten informiert.