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Karlsruhe: Presseportal

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12. Juni 2013

Karlsruher Feuerwehrleute helfen doppelt bei Hochwasser in Sachsen-Anhalt

Karlsruher Feuerwehrleute helfen bei Hochwasser in Sachsen-Anhalt

Karlsruher Feuerwehrleute helfen bei Hochwasser in Sachsen-Anhalt

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Einsätze in Halle an der Saale und Magdeburg an der Elbe

Insgesamt 16 Einsatzkräfte der Feuerwehr Karlsruhe haben bei der Bewältigung der Hochwasserfluten in Sachsen-Anhalt geholfen, sechs in Halle/Saale und zehn in Magdeburg/Elbe

Die Feuerwehr Karlsruhe war mit 16 Mann im Einsatz gegen die Hochwasserfluten der Saale und der Elbe in Sachsen-Anhalt. Nachdem Feuerwehrdezernet Klaus Stapf und Kommandant Günter Bechtold bereits am Freitagmorgen, 7. Juni, sechs Beamte der Berufsfeuerwehr unter Leitung von Brandamtsrat Joachim Pech in Richtung der Partnerstadt Halle an der Saale verabschiedet hatten, war am Wochenende eine weitere Anforderung für Kräfte aus Karlsruhe gekommen. Das Lagezentrum des Innenministeruims Baden-Württemberg hatte auf Bitten des Innenministeriums Sachsen-Anhalt weitere Einsatzkräfte in das mitteldeutsche Land beordert.

Unter Leitung von Brandinspektor Sascha Dietrich sind drei Berufsfeuerwehrbeamte sowie fünf Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, Abteilung Neureut, und zwei der Abteilung Hagsfeld am Sonntagmorgen mit einer Hochleistungspumpe nach Magdeburg gefahren und haben bereits am Abend ihre Aufgabe dort übernommen. Zusammen mit Kräften aus anderen Bundesländern, die baugleiche Pumpen nutzen, haben sie den Magdeburger Stadtteil Alt-Neustadt vor Abwasser geschützt, das in das Stadtgebiet gelaufen war. Nachdem diese Aufgabe erfolgreich erledigt worden war, sind sie derzeit dabei, zusammen mit den Berufsfeuerwehren aus Hamburg und Hannover das gesamte schätzungsweise 60.000 Quadratmeter große Betriebsgelände der Magdeburger Straßenbahn leer zu pumpen, das komplett vollgelaufen war. Sascha Dietrich rechnet damit, dass dies am Donnerstagabend erledigt sein wird.

Da auch in Magdeburg das Hochwasser mittlerweile zurückgeht, vermutet er, dass dies dann der letzte Einsatz seiner Gruppe beim Hochwasser in Sachsen-Anhalt gewesen sein wird. Wahrscheinlich werden die zehn Mann in den kommenden Tagen heimfahren können. Sie sind aber bereit, nötigenfalls bis Sonntag in Magdeburg zu bleiben. Falls sich der Einsatz verlängern sollte, werden sie abgelöst, weil die Mitglieder der Freiwilligen Wehren für den Hilfseinsatz Urlaub genommen haben und am Montag wieder an ihre normalen Arbeitsplätze zurückkehren müssen. Die Beamten der Berufsfeuerwehr erledigen den freiwilligen Einsatz in Überstunden.

Der Trupp, der am Freitag nach Halle gefahren ist, hat am Samstag seine Arbeit aufgenommen und wurde mit seinen 20 Pumpen von den Kollegen in der Partnerstadt an wechselnden Stellen eingesetzt, nachdem Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand die sechs Karlsruher persönlich in ihre Aufgaben eingewiesen hatte. Die Arbeiten, die sie dann zu verrichten hatten - zumeist Schmutzwasser in die Saale zurückpumpen -, haben sie weitgehend autark erledigt. Sie mussten unter anderem Ufergrundstücke längs der Saale frei pumpen, auf denen Häuser bis zu einen Meter im Wasser gestanden hatten. Oder sie haben die Tiefgarage einer Krankenkasse leer gepumpt, in der rund 4.000 Kubikmeter Wasser gestanden hatte. Am Montag haben sie eine Eisenbahnunterführung von der Überflutung befreit.

Mittlerweile ist ihr Einsatz beendet, der Katastrophenalarm in Halle ist aufgehoben. Die Karlsruher waren auch die letzten auswärtigen Kräfte in Halle. Nachdem die sechs Männer heute ein weiteres Mal von OB Dr. Wiegand empfangen und mit herzlichem Dank verabschiedet werden, machen sie sich morgen auf den Heimweg.

Die Karlsruher in Halle hatten bei ihrem Einsatz hohen Besuch: Bundespräsident Joachim Gauck war während seines Aufenthalts am Sonntag in Halle bei ihnen und hat ihnen für ihre Arbeit gedankt.

Die Karlsruher Einsatzkräfte, die nach Halle gefahren sind, waren in Räumlichkeiten der dortigen Feuerwehr untergebracht und haben auf mitgebrachten Feldbetten geschlafen. In Magdeburg sind sie bei der Wasserschutzpolizei untergekommen. Beide Trupps berichten von der überwältigenden Aufnahme durch die jeweilige Bevölkerung.

Wer mit Spenden bei der Bewältigung der Hochwasserfolgen in der Partnerstadt Halle helfen möchte, hat beim Freundeskreis Karlsruhe-Halle (www.ka-hal.de/aktuell.htm) dazu Gelegenheit: Kontonummer 10101484 des Freundeskreises Karlsruhe-Halle bei der Volksbank Karlsruhe,  BLZ 661 900 00, Kennwort: Hilfe für Halle.