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Karlsruhe: Presseportal

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18. November 2015

Land würdigt städtische Energiesparbemühungen

Leitstern Energieeffizienz

Leitstern Energieeffizienz

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Sonderpreis "Investitionen in Stromeffizienz bei Wettbewerb "Leitstern Energieeffizienz"

Zweite Wettbewerbsrunde – zweite Auszeichnung: Die Stadt Karlsruhe hat erneut den „Leitstern Energieeffizienz“ des baden-württembergischen Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft erhalten. Ausschlaggebend für den Sonderpreis in der Kategorie „Investitionen in Stromeffizienz“ waren neben der Umsetzung von Energiekonzepten im Zoo und Bädern mit zahlreichen Stromsparmaßnahmen auch die Umstellung auf hocheffiziente LED-Beleuchtungen - sei es in städtischen Gebäuden oder bei der Straßenbeleuchtung und Ampeln. Im Gesamtergebnis erreichte Karlsruhe von den 20 teilnehmenden Stadt- und Landkreisen den vierten Platz und wurde damit bester Stadtkreis 2015.

Bürgermeister Klaus Stapf nahm den „Leitstern“ für die Stadt Karlsruhe bei der gestrigen Auszeichnungsveranstaltung in Stuttgart entgegen. Stapf: „Ich freue mich natürlich sehr über diese Anerkennung und sehe sie zugleich als erneute Bestätigung für die Einrichtung unseres Klimaschutzfonds. Denn ein Großteil der ausgezeichneten Maßnahmen wurde aus diesem vom Gemeinderat eingerichteten Extratopf finanziert. Gerade Stromsparinvestitionen rechnen sich in der Regel vergleichsweise schnell und sind ein klarer Gewinn für unsere Umwelt. Wir werden deshalb auch in den nächsten Jahren Maßnahmen wie den Wechsel auf Hocheffizienzpumpen oder LED-Beleuchtungen konsequent vorantreiben.“

Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller hob in seiner Rede bei der Verleihung des Leitsterns die wichtige Rolle der Stadt- und Landkreise als Schrittmacher bei Klimaschutz und Energiewende hervor: „Dass Landkreise und Städte im Bereich Energieeffizienz viel leisten können, war mir durchaus bewusst. Dass aber bereits so viele gute Aktivitäten laufen, ist beeindruckend. Die guten Beispiele und das gute Vorbild, davon bin ich überzeugt, wirken in die Bevölkerung, die Gemeinden und die Wirtschaft hinein.“

Auszeichnung im letzten Jahr

Karlsruhe hatte bereits im letzten Jahr, bei der erstmaligen Vergabe des Leitsterns, eine Auszeichnung erhalten. Ausdrückliche Würdigung fand damals die Einrichtung des verwaltungsinternen Klimaschutzfonds. Mit rund zwei Millionen Euro jährlich finanziert die Stadt darüber insbesondere Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz, die sich in der Regel besonders schnell amortisieren, aber im Alltagsgeschäft oder bei Investitionsentscheidungen zum Bestandserhalt manchmal zu kurz kommen.

Wettbewerb richtet sich an alle Stadt- und Landkreise

Der Wettbewerb „Leitstern Energieeffizienz“ richtet sich an alle Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg. Entscheidend für die Bewertung im Wettbewerb sind Maßnahmen und Aktivitäten der Kreise, die sie derzeit in puncto Energiesparen umsetzen, wobei der besondere Fokus dieses Mal auf der Effizienzsteigerung im Strombereich lag. Insgesamt haben sich sechs Stadt- und 14 Landkreise beworben. Als erste Preisträger im Gesamtranking wurden die Kreise Böblingen, Rems-Murr und Zollernalb ausgezeichnet. Sonderpreise erhielten neben Karlsruhe die Stadt Heidelberg, der Landkreis Tuttlingen sowie der Rems-Murr-Kreis. Die Preise sind nicht dotiert.

Was hat die Stadt Karlsruhe konkret getan?

Die Beleuchtungssanierung in Bestandsgebäuden durch Umstellung auf LED-Technik wird vom Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft als ein Schwerpunktprogramm im Rahmen des verwaltungsinternen Klimaschutzfonds verfolgt. Umgesetzte Projekte sind etwa die Beleuchtungssanierungen in der Heinrich-Meidinger-Schule, der Rennbuckelschule oder der Sporthalle Eichelgartenschule. Ein besonderes Erfolgsbeispiel ist die Effizienzsanierung in der Hauptbahnhofgarage: In Kombination mit dem Einbau von Präsenzmeldern können hier fast 80 Prozent Strom eingespart werden. Auch im Bereich der Straßenbeleuchtung, wo Karlsruhe bezüglich dem Einsatz energiesparender Beleuchtungen schon seit Jahren sehr aktiv ist, gab es spezielle LED-Umbauprogramme in Anwohnerstraßen. Und bei den Straßenampeln hat das Tiefbauamt schon rund 90 Prozent auf die neue Technik umgestellt.

Mit tatkräftiger Unterstützung der Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur KEK hat der Zoo seine Möglichkeiten zur Energieeinsparung systematisch untersucht. Hierzu nahm die KEK den energetischen Zustand der Gebäude und der technischen Anlagen unter die Lupe und erstellte einen Katalog mit Maßnahmen. Diese werden seit 2014 mit Hilfe des verwaltungsinternen Klimaschutzfonds umgesetzt. Alleine über die Projektliste 2014 konnten Einzelmaßnahmen mit einem Gesambetrag von knapp 350.000 Euro realisiert werden, die zu Einsparungen von cirka 71.000 Euro pro Jahr beziehungsweise 580.000 Kilowattstunden jährlich führen. Dazu gehören vor allem Stromspartechnologien wie ein eigenes Austauschprogramm für Umwälzpumpen und LED-Beleuchtungssanierungen.

Zu den energieintensiven Liegenschaften der Stadtverwaltung zählen mehrere Hallen- und Freibäder. Als Beitrag zum verwaltungsinternen Klimaschutzfonds setzen die Bäderbetriebe deshalb seit 2011 zusätzliche Energiesparprojekte wie beispielsweise den Einbau von Frequenzumformern an Umwälzpumpen (unter anderem Rheinstrandbad Rappenwört und Weiherhofbad) oder den kompletten Tausch gegen Hocheffizienzpumpen um.