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Karlsruhe: Presseportal

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20. Februar 2020

Mild und regnerisch: Kröten, Molche und Frösche wandern

Wanderstrecken teilweise gesperrt / Ehrenamtliche helfen mit

Mit steigenden Temperaturen und bei Regen sind auch im Stadtkreis Karlsruhe bei Lurch, Molch, Frosch & Co. die Frühlingsgefühle wieder erwacht. Sichtbares Zeichen sind deren Wanderungen zu den Laichgewässern. Viele von ihnen müssen hierfür Straßen überqueren, wo sie auf Schutzmaßnahmen und Hilfe angewiesen sind. So wandern schon seit Mitte Januar die Springfrösche. Sie sind jedes Jahr die ersten Amphibien, die sich an den Straßen zeigen. Verstärkte Wanderungen von Molchen wurden ebenfalls schon registriert. Der größere Schub an wandernden Erdkröten hat jetzt begonnen.

Strecken werden bei Bedarf gesperrt

Die bekannten Wanderstrecken an der B3 bei Grötzingen, am Regenrückhaltebecken Durlach und am Rosenhof Neureut werden deshalb in der gewohnten Weise betreut. Die Straße durch den Weiherwald sowie die Jean-Ritzert-Straße am Turmberg zwischen Schützenhaus und Rittnertstraße sind bei Bedarf in den Nachtstunden gesperrt (Hinweisschilder beachten). Ein Hinweisschild an der Kreuzung Neßlerstraße/Reichardtstraße weist frühzeitig auf die Sperrungen ab dem Schützenhaus hin. Im unteren Teil der Reichardtstraße sind bei Bedarf ehrenamtliche Helfer an der Strecke unterwegs, um wandernde Erdkröten abzusammeln. Hier ist eine besondere Rücksichtnahme zum Schutz der Helferinnen und Helfer notwendig. Zu Beginn der Wanderungen werden daher Warnschilder und Zäune aufgestellt.

Auch im Schlossgarten sowie in Hohenwettersbach (Dürrenwettersbacher Straße/Hopfenäcker) werden in diesem Jahr die wandernden Erdkröten betreut. Im Schlosspark ist mit Wegsperrungen zu rechnen. Auf den Alleen nördlich des Schlossparks und auf dem Ahaweg wandern die Erdkröten zum Schlossparksee, Radfahrer werden um vorsichtiges Fahren gebeten. Am Mastweideweg in Durlach queren viele Molche, darunter auch seltene Kammmolche, über einen Radweg. Am Neureuter Heidesee ist zum Schutz der wandernden Kröten mit zeitlichen Sperrungen der Straße "Alte Bahnlinie" zu rechnen.

Stadt bittet um Rücksicht

Zum Schutz von Helfenden und Tieren bittet der Umwelt-und Arbeitsschutz der Stadt bei allen Strecken um Rücksicht. Bei entsprechenden Witterungsbedingungen können die Tiere auch ganz spontan wandern. Auf der L 623 von Wolfartsweier nach Grünwettersbach ist mit querenden Feuersalamandern zu rechnen. Verstärkte Amphibienwanderungen sind auch auf der Kleinsteinbacher Straße zwischen Stupferich und Kleinsteinbach (im Bereich des Waldes) zu erwarten.

Die Amphibienschutzgruppe am Turmberg sucht speziell für ihre Strecke noch Unterstützung. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich beim Umwelt- und Arbeitsschutz unter der Telefonnummer 0721/133-3101 (Sekretariat) oder unter 115 (Bürgerdienste) melden. Die Kontaktdaten werden zur Vermittlung an die Turmberg-Gruppe weiterleitet.