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Karlsruhe: Presseportal

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2. Februar 2021

Ringelberghohl in Grötzingen wohl im März wieder passierbar

Gutachten empfiehlt Baumfällungen und nachhaltiges Pflegekonzept

Seit zwei Jahren ist die Ringelberghohl in Grötzingen aus Sicherheitsgründen gesperrt. Rund 30 bis 40 Bäume weisen zum Teil starke Schäden auf, sind krank, instabil, teilweise oder schon vollkommen abgestorben und werden nach Angaben der Ortsverwaltung noch im Februar gefällt. Vermutlich im März sei die Ringelberghohl dann wieder für Fußgänger und Radfahrer passierbar.

Umfangreiche Tests im Rahmen eines von der Stadt beauftragten und kürzlich bei einer Online-Veranstaltung vorgestellten Gutachtens machen Trockenheit, Pilze, Fäulnis, aber auch mangelndes Wurzelwerk an den steil abfallenden Hangkanten für die Entwicklung verantwortlich.

Intelligenter Nachschnitt sorgt für Sicherheit

Künftig wird ein Pflegeplan dafür sorgen, dass der sichere Zustand des Weges durch intelligenten Nachschnitt erhalten bleibt. Dabei soll das Gehölz so ausgedünnt werden, dass die Lösswände mehr Licht und Sonne bekommen und starke einzelne Bäume sowie niedrige Hecken und insektenfreundliche Blühpflanzen nachwachsen, die den einzigartigen Charakter der Ringelberghohl auch auf lange Sicht bewahren.

Nachpflanzungen soll es direkt an der Ringelberghohl laut Gutachten nicht geben. Es sei ausreichend, auf den Nachwuchs von Junggehölzen zu setzen. Schon jetzt sind Gehölze wie Ahorn, Birken, Vogelkirsche, Rotbuchen, Eichen und Robinien in allen Altersstrukturen vorhanden, darunter wachsen Büsche und Hecken wie Haselnuss, Holunder und Weißdorn. Auch eine seltene Bergulme wurde an der Ringelberghohl entdeckt – und weil diese Baumart besonders durch Pilze und Krankheit gefährdet ist, soll das Exemplar nun jährlich zum Schutz gegen Pilzbefall geimpft werden.