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Karlsruhe: Presseportal

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7. Juni 2019

Schilfmahd in der Burgau war erfolgreich

 

Junges Schilf wächst nach / Mehr als 20 Wildschweine erlegt

Im vergangenen Sommer sah sich die Stadt Karlsruhe wegen der Schilfmahd im Natur- und Landschaftsschutzgebiet Burgau teils massiver Kritik ausgesetzt. Die Naturschutzverwaltung hatte 2018 die Trockenheit des Sommers genutzt, um nach Abschluss der Brutperiode die seit vielen Jahren erforderliche Verjüngung des Schilfes in kleinen Bereichen zu fördern. Die entstandenen kleinen Schneisen dienten darüber hinaus auch der besseren Jagd, denn eine hohe Anzahl an Wildschweinen hatte das Schilf durch Wildwechsel und Beunruhigung anderer Tiere stark in Mitleidenschaft gezogen.

Mittlerweile wächst junges Schilf in den gemähten Bereichen nach und es wurden über 20 Schweine erlegt, die besonders die bodenbrütenden Vogelarten beeinträchtigen. Die Pflegeflächen stellen neben dem Altschilf mit seinen dicken Streupaketen eine erhebliche Bereicherung des Lebensraumes dar. So sind kleine offene Wasserflächen entstanden, die eine ideale Lebensstätte für Frösche und Blütenpflanzen sind.

Auch die im vergangenen Jahr nur kurz gesichtete Rohrweihe, deren Brutplatz im Schutzgebiet von großer Bedeutung ist und die unter der Trockenheit und der Störung durch die Wildschweine litt, wurde in diesem Jahr wieder mehrfach gesichtet, so dass eine Brut dieses sehr seltenen Vogels sehr wahrscheinlich ist. Die Naturschutzverwaltung wertet daher diese Pflegemaßnahme als Erfolg und wird sie im Spätsommer fortführen, sofern die Trockenheit ein Arbeiten ohne Flurschäden zulässt.