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Karlsruhe: Presseportal

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2. März 2011

Stadt übernimmt Patenschaften für zwei Tierarten

 

Blauschwarze Holzbiene und Mittelspecht finden in Karlsruhe selten gewordenen Lebensraum vor

Mit der von 2011 bis 2020 ins Leben gerufenen "Dekade der Biodiversität" möchte die UN die ökologische Bedeutung der biologischen Vielfalt hervorheben und deren Auswirkungen für eine nachhaltige Entwicklung beleuchten. Die Stadt Karlsruhe greift daher den vom Land angebotenen "Aktionsplan Biologische Vielfalt" auf und übernimmt Patenschaften für zwei von 111 repräsentativen Arten: den Mittelspecht und die Blauschwarze Holzbiene.

Der Mittelspecht ähnelt äußerlich dem größeren Buntspecht. Er bewohnt Bäume mit grobrissiger Rinde oder hohem Anteil abgestorbenen Holzes, meist in großen geschlossenen Waldgebieten oder vergleichbaren Parkanlagen. Diese Strukturen finden sich in der Regel in alten Eichen. Karlsruhe als junge, in den Hardtwald gebaute Stadt, ist reich an alten Bäumen im Stadtgebiet sowie in den angrenzenden Wäldern. Schon seit Jahren ist es Ziel der Stadtverwaltung, die alten Eichen zu erhalten. Sie sind Lebensstätte seltener Arten wie Mittelspecht oder Heldbock, auch "Großer Eichbock" genannt, der zu den größten Käfern Mitteleuropas zählt. Darüber hinaus prägen die alten Eichen auch das Stadt- und Waldbild. Wie in der Innenstadt erhält die Stadt auch in Stadtrandlage und in den Wäldern Eichen mit Alt- oder Totholzstrukturen. Außerdem schult sie die ehrenamtlichen Naturschutzwarte, damit diese den aktuellen Mittelspecht-Bestand ermitteln und kartieren können.

Die Blauschwarze Holzbiene sieht aus wie eine Hummel, hat aber größere Flügel als diese und kann bis zu 2,8 Zentimeter groß werden - somit ist sie auffällig und gut erkennbar. Diese Holzbiene lebt in abgestorbenem oder totem Holz und besucht gerne blütenreiche Gärten. Schon ab Februar ist sie unterwegs und saugt in sonnigen Lagen gerne Winterjasmin oder Schneeglöckchen. Zum Schutz der Biene ist eine gute Kenntnis über ihr Verbreitungsgebiet wichtig. Daher ruft der Umwelt- und Arbeitsschutz der Stadt  die Bürgerinnen und Bürger auf, Funddaten dieser  Holzbiene in eine Datenbank einzupflegen. Diese findet sich unter www.wildbienen-kataster.de. Für den Eintrag ist ein Fotobeleg erforderlich, am Jahresende wird das beste Foto prämiert. Für nähere Informationen hat die Dienststelle einen Flyer erarbeitet, der unter der Rufnummer 0721/133-3101 sowie an der Rathauspforte erhältlich ist. Auch per Mail unter Umwelt-Arbeitsschutz@Karlsruhe.de kann man den Flyer anfordern.

Weiteres über den Mittelspecht und die Blauschwarze Holzbiene ist  unter www.karlsruhe.de/rathaus/buergerdienste/umwelt zu finden, dort gibt es auch einen Link zu der Eingabemaske für die Funddaten der Blauschwarzen Holzbiene.