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Karlsruhe: Presseportal

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20. August 2018

Sturmgefährdet: Forstamt fällt Bäume

Pappeln müssen Eichen und Erlen weichen

Nachdem der nasse Winter einen Strich durch die Planungen des Forstamtes machte, werden die beiden Holzerntemaßnahmen zur Verkehrssicherheit und Waldverjüngung im Rheinhafengebiet zwischen der "Nordbeckenstraße" und der Straße "Im Schlehert" sowie im Lutherischen Wäldele zwischen der "Rheinhafenstraße" und der "Daxlanderstraße" jetzt durchgeführt. Die städtischen Fachleute nutzen die Trockenheit der vergangenen Monate, um die Pappeln zu fällen und junge Bäume zu pflanzen. Die alten Pappeln sind mittlerweile so groß, dass sie bei Stürmen ganz oder in Teilen auf die angrenzenden Straßen zu fallen drohen.

Mit den Arbeiten wird Ende August begonnen. Bei der Fläche im Schlehert kommt eine Ampel zum Einsatz, die den Verkehr während der Fällarbeiten aus Sicherheitsgründen in beide Fahrtrichtungen für kurze Zeit anhält. Im Anschluss an die Holzernte wird im Schlehert bereits im Herbst mit Eichen aufgeforstet, im Lutherischen Wäldele werden Eichen und Erlen im Frühjahr gesetzt.

Natur- und artenschutzrechtliche Belange wurden besonders hinsichtlich des frühen Fäll-Zeitpunktes geprüft und mit dem Umweltamt sowie den Naturschutzbehörden abgestimmt. Bäume, von denen keine Gefahren für die öffentlichen Bereiche ausgehen, bleiben als sogenannte Habitatbäume erhalten. Sie dienen Pilzen, Insekten, Vögeln oder Fledermäusen als Lebens- und Nahrungsraum. Damit wird auch der Entscheidung des Gemeinderates zur Förderung der Biodiversität entsprochen, die bei der Verjüngung von Pappeln im Stadtwald vorsieht, zehn Prozent der alten Bäume stehen zu lassen - sofern es die Verkehrssicherheit erlaubt.