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Karlsruhe: Presseportal

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28. Februar 2019

Tigermücke in Karlsruhe: 2018 erfolgreich bekämpft

Stehendes Wasser in Behältern bietet eine Brutstätte für Mücken.

Stehendes Wasser in Behältern bietet eine Brutstätte für Mücken.

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KABS auch 2019 wieder im Einsatz

Im Frühjahr und Sommer 2018 war die Arbeitsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS) im Stadtgebiet Karlsruhe unterwegs, um die Entwicklung und Verbreitung der Asiatischen Tigermücke zu beobachten sowie ihre Bekämpfung zu übernehmen. Rückblickend wurden dank des trockenen Sommers 2018 insgesamt nur wenige Brutstätten gefunden. Die Brut konnte jeweils unschädlich gemacht werden, Erwachsene Tigermücken wurden nur zweimal identifiziert.

Die Stadt Karlsruhe hatte der KABS den Auftrag zur Bekämpfung erteilt, nachdem im August 2017 erstmals eine Tigermücke im Killisfeld gefunden wurde. Ab Mitte April bis Ende September 2018 besuchten Mitarbeitende der KABS deshalb alle zwei Wochen die möglichen Brutstätten, stellten Fallen auf und informierten die umliegende Nachbarschaft.

Diese Vorgehensweise ist auch für die Mückensaison 2019 geplant. Ein Team der KABS wird die Verbreitung der Tigermücke wieder anhand von wassergefüllten Fallen überprüfen und deren Bekämpfung organisieren.

Tigermücke sticht auch bei Tageslicht

Die Asiatische Tigermücke legt ihre Eier in stehendem Wasser ab: Blumenuntertöpfe, Restwasser in Gießkannen, Regentonnen, offen liegende Autoreifen oder Gullis – alle Behältnisse, in denen sich Wasser sammeln kann, dienen dabei der Tigermücke zur Eiablage. Die Larven schlüpfen innerhalb weniger Tage und sind bei guter Witterung nach zwei Wochen geschlechtsreif. Die Weibchen brauchen zur Entwicklung ihrer Eier eine Blutmahlzeit. Typischerweise fliegt und sticht die Tigermücke anders als die heimische Schnake auch bei Tageslicht. Manche Gärten können in der Saison nicht mehr betreten werden, weil die Tiere sehr aggressiv ihre Opfer verfolgen und auch nach einem ersten Stich weiter suchen. Sie gelten daher als "Lästlinge". Die Mücke kann verschiedene Viren verbreiten. Sticht sie einen an Zika- oder Chikungunyavirus oder an Denguefieber erkrankten Menschen, kann sie die Viren weitertragen. Dies ist allerdings in unseren Breiten noch nicht vorgekommen.

Was kann jeder gegen die Tigermücke tun? In Blumenuntertöpfen sollten etwa keine Wasserreste stehen bleiben, Regentonnen werden am besten abgedeckt. Das Gartenbauamt stellt in den Rathäusern kostenlos BTI-Tabletten zur Bekämpfung aller Mücken im stehenden Gewässer zur Verfügung. Wer im Lauf des Sommers Stechmücken beobachtet, die am Tag fliegen und stechen, sollte diese möglichst unversehrt fangen und fotografieren. Die KABS ist auf Hinweise der Bevölkerung angewiesen, um die Verbreitung der Asiatischen Tigermücke zu dokumentieren und diese zu bekämpfen.