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Karlsruhe: Presseportal

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1. September 2011

Wo könnten noch Haselmäuse leben

 

Umwelt- und Arbeitsschutz (UA) erforscht Lebensraum des seltenen Nagers

Die städtische Dienststelle Umwelt- und Arbeitsschutz (UA) möchte wissen, wo in Karlsruhe noch Haselmäuse zuhause sind. Dieses Tier ist entgegen dem Namen keine Maus, sondern gehört wie der Siebenschläfer zu der Familie der Bilche oder Schlafmäuse. Diesem Namen wird die Haselmaus sehr gerecht, denn sie hält von November bis März Winterschlaf und verliert dabei etwa die Hälfte ihres bis dahin vor allem mit Haselnüssen angefressenen Gewichts. Von April bis Oktober versteckt sich das gerade einmal daumengroße, nachtaktive Nagetier in Baumhöhlen, Nistkästen oder in faustgroßen, kugelrunden Nestern, die meist nicht höher als einen Meter hängen.

Wo die Haselmaus lebt, lässt sich an Resten ihrer Nahrung erkennen. Neben Knospen, Blüten und Beeren sind dies insbesondere Haselnüsse. An dieser Lieblingsspeise hinterlässt sie typische Bissspuren. Sie arbeitet ein rundes, fein gearbeitetes Loch in die Schale. Wo solche Haselnuss-Reste zu finden sind, halten sich Haselmäuse auf. Das Tier ist sehr selten und daher streng geschützt. Sein Lebensraum hat sich wegen der modernen Kultur- und Stadtlandschaft sehr verringert. Deshalb möchte das Umweltamtwissen, wo solche Haselnuss-Reste aufgefunden wurden. Die Nussschalen sollten bei UA unter Angabe des Fundorts abgegeben werden. Ein Faltblatt mit mehr Informationen über die Haselmaus und ihre Lebensgewohnheiten liegt im Rathausfoyer und bei UA, Markgrafenstraße 14, 4. OG, aus.