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Karlsruhe: Presseportal

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9. August 2016

Die possierlichen Erdmännchen sind zurück

Wer da? Die Erdmännchen im neuen Gehege im Zoologischen Stadtgarten

Wer da? Die Erdmännchen im neuen Gehege im Zoologischen Stadtgarten

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Erdmännchen auf Beobachtungsposten im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe

Erdmännchen auf Beobachtungsposten im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe

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Das Erdmännchen-Trio in der neuen Anlage im Zoologischen Stadtgarten

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Erdmännchen im Zoo Karlsruhe auf der neuen Anlage

Erdmännchen im Zoo Karlsruhe auf der neuen Anlage

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Erdmännchen-Anlage im Zoo Karlsruhe

Erdmännchen-Anlage im Zoo Karlsruhe

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Offiziell ihrer Bestimmung übergeben: Die neue Erdmännchen-Anlage im Zoologischen Stadtgarten

Offiziell ihrer Bestimmung übergeben: Die neue Erdmännchen-Anlage im Zoologischen Stadtgarten

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Zoo Karlsruhe: Neues Gehege an zentraler Stelle mit Wärmeinseln für die sonnenhungrigen Tiere

Oh, ein morgendlicher Regenguss! Aber die Sonne meinte es gut mit den sonnenhungrigen Erdmännchen: Pünktlich zur Vorstellung der neuen savannenähnlichen Anlage des Zoologischen Stadtgartens Karlsruhe kam am heutigen Dienstagvormittag (9. August 2016) die Sonne heraus. Und die drei Erdmännchen setzten sich zur Freude der Gäste in Pose: Die Nase nach oben gereckt, den Körper gestreckt, standen sie auf ihren Hinterbeinen in der Sonne.

Das über 100 Quadratmeter große Außengehege plus rund zwölf Quadratmeter Innengehege hat aber auch ein Schlechtwetterangebot für das Trio - zwei in diesem Jahr im Zoo Heidelberg geborene Brüder und ein rund drei Jahre altes Weibchen aus dem Zoo Dortmund. Als Bewohner der Halbwüsten oder Savannen haben die possierlichen Tiere einen „warmen Termitenhügel“ bekommen. Unter dem von Kunstfelsbauer Andreas Thürnau gestalteten Hügel wurden eigens Heizschlangen verlegt. Und im „abgestorbenen Akazienbaum“ sind Wärmelampen versteckt. Als Grabschutz wurde in der Erde ein Gitterschutz gelegt – so tief, dass die Tiere graben können ohne auszubüxen.

Die Feinarbeiten müssen die Erdmännchen nun selbst übernehmen: also Löcher und Höhlen buddeln. Eine Aufgabe, der sich diese auch sofort nach dem ersten Einsetzen ins Gehege widmeten, berichtete Zooleiter Dr. Matthias Reinschmidt. Die Anlage für die Erdmännchen ist das erste bauliche Projekt des Masterplans Zoologischer Stadtgarten, basierend auf dem Entwicklungskonzept Zoologischer Stadtgarten, das der Gemeinderat im März beschlossen hat.

Zoofreunde Karlsruhe finanzierten die mit 100.000 Euro

„An zentraler Stelle bei der Afrikasavanne sind sie eindeutig besser präsentiert als im alten, etwas schattigen Gehege am Lauterberg“, freute sich Bürgermeister Michael Obert. Die Freude war umso größer, ist doch die Anlage durch bürgerschaftliches Engagement entstanden: Die Zoofreunde Karlsruhe haben sie mit knapp 100.000 Euro komplett gesponsert.

Erdmännchen gehören zu den Lieblingstieren der Zoobesucher, weshalb dem Zooförderverein die Tiere am Herzen liegen, so Gisela Fischer, die Vorsitzende der Zoofreunde Karlsruhe. Und: Der Run auf eine Tierpatenschaft für Erdmännchen ist groß. Momentan gibt es bereits 25 Paten – und wenn es nach den Zoofreunden geht, können sich die neuen Nachbarn von Giraffen, Zebras, Antilopen und Straußen ruhig  kräftig vermehren. Auf der neuen Erdmännchen-Anlage ist ein Familienverbund von bis zu 15, eventuell auch bis zu 20 Tieren möglich.

Beim neuen Familienclan hat ein Weibchen das Sagen

Zwei Brüder und ein Weibchen: Geht das gut? „Ja, diese Konstellation ist für die Bildung eines neuen Familienclans ideal“, informierte Dr. Matthias Reinschmidt. Das Weibchen ist bereits zuchtreif. In den matriarchalisch organisierten Erdmännchen-Kolonien bekommt nur das dominante Weibchen Nachwuchs. Den ersten Nachwuchs erwartet der Zoo 2017. Zumal das erste Zusammentreffen des Trios „sehr erfolgversprechend war“, lachte Reinschmidt. Die Jungen werden in unterirdischer Schlafhöhle geboren. Ob das von den Erdmännchen bei der nun folgenden Heimgestaltung bereits berücksichtigt wird? Die Jungtiere sind Nesthocker, kommen nackt und blind zur Welt und bleiben die ersten Wochen in der Kinderstube.

Den Erdmännchen gefühlt ganz nah sein: Gehegeabgrenzung ohne optische Barriere

Und damit die großen und kleinen Fans den Tieren gefühlt ganz nah kommen können, haben der Zoo als Bauherr, das Gartenbauamt als Projektleitung und Architekt Johannes Krittian ganz bewusst auf eine Gehegeabgrenzung ohne optische Barriere gesetzt. Verwendet wurden Glasscheiben ohne vertikale Profile. Bei den Bodenmaterialien - vor allem Sand und Lehm - fließen Besucher- und Tierbereich ineinander über. Vom Sitzpodest aus kann der Besucher ungehindert seinen Blick zu den Erdmännchen schweifen lassen. „Für uns ist es ein weiterer Schritt hin zu einem Wohlfühlzoo für Tiere, Besucher und Beschäftige“, so Reinschmidt. "Durch die Transparenz und Größe ist die Anlage in Deutschland einmalig", ist sich Reinschmidt sicher.