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Karlsruhe: Presseportal

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16. Mai 2013

Probeweise Grillen auf öffentlicher Fläche

Test auf Wiese in der Günther-Klotz-Anlage / Ausschuss für öffentliche Einrichtungen nimmt Vorschlag zustimmend zur Kenntnis zu

In diesem und im nächsten Jahr soll ein Gelände in der Günther-Klotz-Anlage versuchsweise als Grillzone ausgewiesen werden. Diesen Vorschlag des Gartenbauamtes hat der Ausschuss für öffentliche Einrichtungen dieser Tage in nichtöffentlicher Sitzung unter Leitung von Bürgermeister Michael Obert zustimmend zur Kenntnis genommen. Vier Flächen standen zur Diskussion. Als geeignetste erschien dem Ausschuss die große Wiese im Westen der Anlage, nahe des Gustav-Heller-Platzes. Sie weist eine Fläche von 0,75 Hektar auf und ist nur mit wenig Gehölz umsäumt. Problematisch, so die Einschätzung, könnte eventuell die Nähe zu einem Altenheim sein.

Nicht nur deshalb soll der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) das Gelände an warmen Sommertagen genau im Auge behalten. Er hat auch die Aufgabe, verschiedene Nutzungsvorschriften durchzusetzen. So darf etwa kein Feuer direkt auf dem Boden entzündet, sondern nur mit handelsüblichen Holzkohle- oder Gasgrills gegrillt werden. Lärm, insbesondere durch Musik, ist zu vermeiden, Bäume, Sträucher und sonstige Pflanzen sowie Anlageneinrichtungen dürfen nicht beschädigt werden. Abfälle und Grillrückstände müssen wieder mitgenommen oder in die zusätzlich bereitgestellten extragroßen Abfallbehälter entsorgt werden. Auch soll der KOD verhindern, dass an anderen Stellen der Günther-Klotz-Anlage gegrillt wird.

Die Stadt Karlsruhe weicht damit von ihrem grundsätzlichen Grillverbot auf öffentlichen Grünflächen ab. Grillen ist derzeit nur an vom Forst ausgewiesenen Stellen und auf dem Grillplatz Igelseck in Stupferich erlaubt. Die Stadt testet damit ein Angebot,  das in ähnlicher Form beispielsweise in der Stadt München erfolgreich praktiziert wird. Eine generelle Freigabe von städtischen Flächen unter Einhaltung bestimmter Vorschriften, wie zum Beispiel in Mannheim praktiziert, ist nicht vorgesehen.