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Karlsruhe: Presseportal

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19. Juli 2011

Zoopädagogik bildet Scouts aus

Großer Zuwachs an Führungen im Karlsruher Tierpark

Die Abteilung Zoopädagogik im Karlsruher Zoo hat derzeit eineinhalb Vollzeitstellen. Fünf Jahre nach Einführung dieser Abteilung hat sie jetzt im gemeinderätlichen Ausschuss für öffentliche Einrichtungen Bilanz gezogen. Die Sitzung fand unter Leitung von Bürgermeister Klaus Stapf im Friedhofs- und Bestattungsamt statt. Das Friedhofsamt hatte den Ausschussmitgliedern zuvor eine Führung über die Grabmalausstellung "Aspekte" mit Werken renommierter Grabmalgestalter angeboten.

Die Zahlen der Führungen, die der Zoo unterschiedlichen Gruppen, vor allem aber Schulklassen, anbietet, haben sich in der Zeit seit Gründung der Zoopädagogik mit einem kleinen Rückgang 2008 kontinuierlich erhöht. 2007 haben die Beschäftigten der Abteilung 250 Gruppen geführt, im vorigen Jahr waren es nahezu 350. Für das laufende Jahr rechnet die Zoopädagogik sogar mit 450 Gruppen. Derzeit beschäftigt die Abteilung fünf so genannte Scouts. Das sind Studierende der Pädagogischen Hochschule, die mit speziellen Kursen auf die Führungen durch den Zoo vorbereitet wurden. Kontinuierlich werden neue Scouts ausgebildet. Als Voraussetzung müssen sie bereits Wissen auf biologischem Gebiet mitbringen und Erfahrung im Umgang mit Jugendlichen haben. Unter anderem haben sie die Aufgabe, Daten über alle Tierarten im Karlsruher Zoo zu erlernen und parat zu haben. Sie müssen an mehreren Führungen teilnehmen und selbst zunächst einige beobachtete und evaluierte Führungen leiten, bevor sie endgültig angeheuert werden.

Ein Manko ist für die Zoopädagogik, dass sie den Scouts kein dauerhaftes Einkommen anbieten kann, sondern sie nur auf Abruf beschäftigt werden können. Bedauert wurde im Ausschuss, dass der Umbau des Tullabades abgespeckt wurde, was auch die Zoopädagogik betrifft. So steht dieser lediglich zwei Unterrichtsräume zur Verfügung und keine Räume, in den sich die Zoo-Scouts aufhalten oder etwa umziehen können. Dennoch sind Zoopädagogik wie Ausschussmitglieder froh darüber, dass das Tullabad für den Zoo und Zwecke der Zoopädagogik umgebaut wird.  Erst unter den neuen Bedingungen kann die Zoopädagogik auch wirklich ermitteln, wie hoch der jährliche und dann zu budgetierende Kostenaufwand für die Zoopädagogik ist. Derzeit wird ihre Arbeit noch aus laufenden Mitteln des Zoos finanziert.

Mit der Eröffnung des Streichelzoos wird die Zoopädagogik das Themen-Angebot zu bedrohten Haustierrassen und Nutztieren entsprechend der zusätzlichen, neu eingeführten Tierarten erweitern. Durch den direkten Einblick in die einzelnen Tierstallungen und die Einrichtung eines Kontaktgeheges ergeben sich neue und attraktive Möglichkeiten für die Unterrichtsgestaltung vor allem bei der Arbeit mit kleinen Kindern. Ein spezielles Angebot für Senioren konnte die Zoopädagogik aus personellen und räumlichen Gründen noch nicht im gewünschten Maße angehen. Mit mehr Geld und Personal, so die Mitglieder des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen, könne man noch mehr tun, zumal nicht alles, was 2006 geplant wurde, bisher umgesetzt worden ist.