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Karlsruhe: Presseportal

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21. Januar 2011

Baustellen Kombilösung beeinflussen Wegewahl in der Innenstadt

Fußgängerzählung im Ausschuss vorgestellt/Keine signifikante Änderung bei Fußgängerzahl

Die Baustellen für die Kombilösung beeinflussen die Wege der Fußgänger in der Innenstadt. Es entstehen Umverteilungen je nach Baustellensituation oder auch durch die Verlegung von Haltestellen. Die Zahl der Fußgänger hat sich dabei jedoch nicht signifikant verändert.

Das geht aus der jüngsten Fußgängerzählung Innenstadt hervor. Erkenntnisse aus der im Oktober 2010 durchgeführten Zählung hatte das Stadtplanungsamt dem Planungsausschuss vorgestellt, der in nichtöffentlicher Sitzung unter Vorsitz von Bürgermeister Michael Obert am Donnerstag tagte.

Die an einem Donnerstag sowie Samstag vorgenommene Erhebung an mehreren Zählstellen ergänzt die flächendeckenden Fußgängerzählungen, die seit 2003 jedes Jahr durchgeführt werden mit Blick auf die Ansiedelung des Ettlinger-Tor-Centers und seine Auswirkungen auf die Fußgängerströme in der Innenstadt. Im Frühjahr 2010 hatte hier die letzte Zählung ohne Beeinflussung durch Baustellen der Kombilösung stattgefunden.

Geringe Veränderungen hat es am Donnerstag in der Kaiserstraße östlich der Hirschstraße bei der Sparkasse gegeben (rund 7 200 Personen zwischen 12 und 20 Uhr), die unter anderem auf die Entfernung der Bushaltestelle zurückgeführt werden. Im April haben auf dem Europaplatz vor der Postgalerie die Bauarbeiten für die Kombilösung begonnen. Im weiteren Verlauf der Kaiserstraße wurden daher am Europaplatz auf der Nordseite 41 Prozent mehr Menschen gezählt (27 000). 6 600 Fußgänger (plus 35 Prozent) wählten die Waldstraße zwischen Kaiserstraße und Ludwigsplatz. Ende Juni starten die Bauarbeiten für die unterirdische Haltestelle Lammstraße. Auf der Südseite der Kaiserstraße entlang des Kaufhauses Karstadt ist damit der Baustellenabschnitt zwischen Ritterstraße und Lammstraße bis zum Lammbrunnen eingezäunt. 14 800 Menschen wurden an der Zählstelle auf Höhe P&C notiert, was einem Minus von 20 Prozent entspricht - allerdings relativiert sich der Rückgang dadurch, dass viele nicht mehr auf der Kaiserstraße gesichtet werden, weil sie den Weg durch Karstadt nehmen. Im Vergleich zur vorherigen Zählung sind auf Höhe des Marktplatzes bei der Volksbank 20 Prozent mehr Menschen (20 300) unterwegs. Am Samstag wurden an der Zählstelle Nordseite Kaiserstraße am Europaplatz 45 700 Menschen zwischen 9 und 20 Uhr gezählt (plus 20 Prozent), in der Waldstraße zählte das Planungsamt 11 200 Menschen (plus 14 Prozent) und an der Zählstelle auf Höhe P&C 29 800 (minus 20 Prozent).

Die Fußgängerzählung belegt zudem, dass es für den Donnerstag keine ausgeprägte Mittags- und Abendspitzen mehr gibt. Am Samstag wiederum gibt es bevorzugte Einkaufszeiten, diese lagen vor einigen Jahren eher um die Mittagszeit und haben sich nun - auch in Reaktion auf die geänderten Ladenöffnungszeiten - auf den frühen Nachmittag verschoben

Weil das Umfeld des Einkaufszentrums Ettlinger Tor noch nicht von Baustellen betroffen ist, sind die Zählwerte zur Süderweiterung der Innenstadt stabil geblieben.