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Karlsruhe: Presseportal

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29. Januar 2021

Bestätigung für Radverkehrsförderung

Fahrradstraße

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Verkehrsteilnehmer bewerten Zufriedenheit im ADAC-Monitor "Mobil in der Stadt"

Als "eine schöne Bestätigung dafür, dass wir mit unserer Politik, den Radverkehr weiter zu stärken, auf einem guten Weg sind", wertet Baubürgermeister Daniel Fluhrer das Ergebnis des aktuellen ADAC-Monitors "Mobil in der Stadt". Unter den insgesamt 27 Städten, in welchen zwischen August und September 2020 jeweils rund 400 Verkehrsteilnehmer befragt wurden, belegt Karlsruhe bei den Radlerinnen und Radlern den zweiten Platz. Noch größer war die Zufriedenheit lediglich in Münster. Besonders positive Bewertungen erhielten das Radwegenetz, der Zustand der Radwege und deren Breite, so dass die Radfahrer ihr subjektives Sicherheitsgefühl als hoch einschätzten. "Karlsruhe kann auf seine Entwicklung im Bereich Fahrrad stolz sein", sagt dazu Thomas Hätty, Leiter Verkehr und Technik im ADAC Nordbaden.

Baustellen nerven die Autofahrer

Dass die Fächerstadt im Gesamtranking letztlich auf Platz zwölf landete, liegt vor allem an den Autofahrern. Während die Stimmung bei Fußgängern und ÖPNV-Nutzern jeweils zu einem 16. Platz im Mittelfeld führte, bewerteten die Autofahrer ihre Situation so schlecht, dass Karlsruhe gemeinsam mit Lübeck auf dem vorletzten Rang landete. Hauptkritikpunkte waren vor allem das Baustellenmanagement, das Parkraumangebot und die Höhe der Parkgebühren. Für den ADAC ist dies "alles in allem eine sehr schlechte Situation", so Hätty. Den Unmut der motorisierten Verkehrsteilnehmer kann Bürgermeister Fluhrer nachvollziehen, denn "gerade während der Befragungszeit im letzten Jahr war die Situation mit Großbaustellen in der Stadt und auf den überregionalen Straßen sehr schwierig". Außerdem seien Arbeiten für den Ausbau barrierefreier Haltestellen bewusst in die Sommerzeit gelegt worden. 2021 werde sich zwar die Situation noch nicht grundlegend ändern, "aber mit der Fertigstellung der Kriegsstraße ist eine deutliche Entspannung in Sicht", betont Fluhrer. Außerdem gibt es auch im Mobilitätsfeld Auto einen Lichtblick, denn bei der Verfügbarkeit von Carsharing-Fahrzeugen belegt Karlsruhe den Spitzenplatz.

Unter den ÖPNV-Nutzern wurden bei der Befragung insbesondere das dichte Haltestellennetz und die kurzen Umsteigewege gelobt. Auf der anderen Seite übten die Fahrgäste aber auch Kritik am Preis-Leistungs-Verhältnis. Für die Fußgänger standen gute Querungsmöglichkeiten auf der Plus-Seite, während negativ vor allem das regelwidrige Verhalten von Radfahrern auffiel. Letzteres bemängelten übrigens neben Fußgängern und Autofahrern sogar viele Radfahrer selbst.

ÖPNV verliert durch Corona

Wie aus den Ergebnissen des ADAC-Monitors hervorgeht, haben die zahlreichen Baustellen aber zumindest in einer Hinsicht einen positiven Aspekt: Die Anzahl derjenigen, die seit Ausbruch der Corona-Pandemie auf das Auto umsteigen, liegt in Karlsruhe mit 15 Prozent um fünf Punkte unter dem Durchschnitt der 29 untersuchten Städte. Bei den ÖPNV-Nutzern gaben in Karlsruhe 39 Prozent der Befragten an, Bahnen und Busse seltener oder gar nicht mehr zu nutzen. Im Gegenzug steigen 14 Prozent der Studienteilnehmer häufiger aufs Rad und 22 Prozent gehen vermehrt zu Fuß.