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Karlsruhe: Presseportal

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30. November 2012

Die richtigen Fragestellungen für die Erarbeitung des "Räumlichen Leitbilds"

Mehrsprachige Information

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Details und Download

Hinweise auf besondere Gebäude

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Zustimmung zur Analyse im Planungsausschuss/ Mehrsprachige Informationen zu historischen Gebäuden/Neuer Überbau für Brücke Nürnberger Straße

Karlsruhe ist eine Stadt im Wandel. Um bei all den städtebaulichen Projekten auf verschiedenen Ebenen mit einer koordinierten Planung in die Zukunft zu gehen, ist die Erarbeitung eines räumlichen Leitbilds fester Bestandteil des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts Karlsruhe 2020  (ISEK). Grund für den Planungsausschuss, sich in der jüngsten Sitzung am Donnerstag (29. November) unter Leitung von Bürgermeister Michael Obert mit den Anforderungen an die Entwicklung eines räumlichen Leitbildes zu beschäftigen. Ausgehend von einer ersten Konzeptskizze der Architekturfakultät am KIT und des Stadtplanungsamts war das Kölner Fachbüro ASTOC mit dieser kreativ-fachlichen Analyse beauftragt worden.

Die Voruntersuchung dient der Vorbereitung der eigentlichen Erarbeitungsphase, hatte Prof. Markus Neppl von ASTOC im Ausschuss erläutert. Es gehe darum, die richtigen Fragestellungen aufzubereiten, um im weiteren Verfahren auf dieser Grundlage Kernaussagen zu räumlichen und inhaltlichen Themen zu formulieren. Was etwa muss bewahrt, was transformiert werden, wie gehen künftige Entwicklungsschwerpunkte mit der bestehenden Stadtstruktur zusammen, welche übergreifende Klammer hält beispielsweise die Stadtteile zusammen und wie funktioniert Wachstum ohne Flächenverbrauch? Aufgabe der Analyse war es,  zu den Themen aus dem ISEK die verschiedenen Aspekte strukturiert unter städtebaulich-räumlichen Gesichtspunkten zusammenzutragen.

Nach der einhelligen Zustimmung im Planungsausschuss sollen nun verschiedene Gruppen die Grundlagen ab nächstem Jahr bis 2014 zu einem räumlichen Leitbild für Politik und Verwaltung fortschreiben. Dabei wird das entstehende Werk mit Fachpublikum, Fachverwaltung und  Öffentlichkeit eng verzahnt. So sollen unterschiedliche Thesen konkurrierenden fachlichen Meinungen ausgesetzt werden, die dann in der Öffentlichkeit diskutiert werden. Anliegen im Ausschuss war, dass sich auch der Gemeinderat an diesem offenen Verfahren angemessen beteiligen kann.  2015 wird das räumliche Leitbild als Beitrag zum Stadtjubiläum in einer Ausstellung mit begleitenden Veranstaltungen präsentiert. Ein Großteil der Gesamtkosten  in Höhe von 950.000 Euro ist im Entwurf des Doppelhaushalts 2013/2014 für den Erarbeitungszeitraum berücksichtigt, hatte Bürgermeister Obert im Ausschuss auf Nachfrage bekräftigt.

Englische und französische Informationen an Gebäuden per QR-Code

Weiteres Thema im Ausschuss war die mehrsprachige Information über historische Gebäude im Stadtgebiet. In drei Stadtteilen sollen Erläuterungen künftig auch in Englisch und Französisch abgerufen werden können. Hierzu sollen die an den jeweiligen Gebäuden angebrachten blauen Emaille-Schilder durch einen sogenannten QR-Code ergänzt werden. Um an die auf dem 7x9 Zentimeter großen Emaille-Schild  hinterlegte Information zukommen, muss man mit einem internetfähigen Handy mit einem entsprechenden Programm (App) den QR-Code scannen. Damit gelangt man auf eine Internetseite, auf der in mehreren Sprachen über die Geschichte und Bedeutung der Gebäude informiert wird. Eine englische und französische Nationalflagge soll dem Betrachter signalisieren, dass er hier die Übersetzung des Hinweisschildes erwarten kann. Am Donnerstag stimmte der Planungsausschuss den Bildcodes zu. Sobald die entsprechenden Seiten im Internet angelegt sind, sollen insgesamt 54 QR-Code-Schilder an Gebäuden in der Innenstadt, in Durlach und Grötzingen angebracht werden.

Die mehrsprachige Ausführung der bestehenden Hinweisschilder war der FDP-Fraktion und Grünen-Fraktion schon seit längerem ein Anliegen, sie hatten entsprechende Anträge gestellt. Mit der jetzt von der Verwaltung vorgeschlagenen Lösung können die  bestehenden hochwertigen Hinweisschilder erhalten bleiben. Damit sich der Ausschuss einen Eindruck von der Gestaltung des Zusatzschildes machen konnte, hat die Verwaltung  an der Fassade "Marktlücke" am Marktplatz einen Prototyp anbringen lassen.

Neuer Überbau für die Straßenbrücke Nürnberger Straße

Ab März wird die Stadt den Überbau der Brücke Nürnberger Straße erneuern. Für rund vier Monate ist dann diese Verbindung zwischen Dammerstock und Weiherfeld für Autofahrerinnen und Autofahrer unterbrochen, zu Fuß oder mit dem Rad kann man einen Steg nutzen. Darüber informierte das Tiefbauamt den Planungsausschuss. Die Sanierung der Brücke hatte in der Öffentlichkeit zu Irritationen geführt. In Weiherfeld wurde die Sorge geäußert, dass der Stadtteil während der Bauzeit vom übrigen Stadtgebiet abgehängt sein wird, schließlich hatte auch die Bahn Arbeiten an der Weiherfeldbrücke angekündigt. Im Ausschuss versicherte das Tiefbauamt, dass Bahn und Stadt ihre Maßnahmen miteinander abgestimmt haben - die Bahnarbeiten beginnen erst, wenn die Straßenbrücke Nürnberger Straße wieder freigegeben ist.

Die Brücke über die Alb weist nicht nur Bauschäden auf, die ein Handeln erforderlich machen. Ihr Problem ist zudem die begrenzte Tragfähigkeit. Auch dieses Manko soll der neue Überbau, der mit Fertigbauteilen erstellt wird, beseitigen. Die Brücke erhält eine sechs Meter breite Fahrbahn, das Geländer wird entsprechend den Vorschriften auf  1,2 Meter angehoben. Wie bei solchen Maßnahmen üblich, hatte das städtische Tiefbauamt dem Bürgerverein Weiherfeld-Dammerstock die Maßnahme angekündigt. Nach einer ersten Information im August haben mittlerweile zwei Ortstermine im September und November stattgefunden, bei denen einzelne Aspekte zur Erneuerung des Überbaus  besprochen wurden. Derzeit wird mit dem Bürgerverein die Gestaltung des Geländers abgestimmt, drei Varianten hat das Tiefbauamt hierzu erarbeitet.