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Karlsruhe: Presseportal

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24. September 2020

Lastenrad-Förderprogramm besiegelt

Friedliche Flotte auf dem Marktplatz

Friedliche Flotte auf dem Marktplatz

Details und Download

 

Bürgermeister Fluhrer dankt Pionieren, die Verkehrswende mit ermöglichen

Für "alles, was man in der Stadt erledigen kann", nimmt Thorsten Kornmann das Lastenrad, mit dem er ohne Probleme und routiniert drei Kinder transportierte, um Montagnachmittag aus Grünwinkel einem Aufruf der Stadt zu folgen. Auch Lisa Zehe, Tochter und Hund fuhren wieder mal gern mit, das Pferd in Ettlingen wird aus Weiherfeld ebenfalls regelmäßig so besucht, repräsentierte eine von 113 Familien, die sich mit 264 Personen auf dem Marktplatz bei der Pyramide versammelten, um Danke zu sagen, ein Zeichen zu setzen und zu empfangen: "Gefördert von der Stadt Karlsruhe" können nun alle dank eines Aufklebers wissen, den Beschäftigte des Stadtplanungsamts wie vereinbart bei dieser Gelegenheit an den zwei- oder auch dreirädrigen Lastenrädern anbrachten. Bürgermeister Daniel Fluhrer dankte dem Gemeinderat dafür, dass dieser "Budgets für weitere Impulse nachhaltiger Mobilität" freigab und würdigte die Botschafterinnen und Botschafter, die sich ob der in Aussicht gestellten Unterstützung erst recht für ein Lastenrad entschieden: "Heute sind Sie Pioniere, weil Sie zeigen, dass die Verkehrswende möglich ist."

Die Stadt wertet ihr Lastenrad-Förderprogramm als Erfolg, 190 Familien konnten per Antrag aus einem Topf des Gesamtvolumens von 230000 Euro bedacht werden.  Förderberechtigt waren Haushalte mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren, wie erhofft kommt die Hilfe vor allem Familien mit Kleinkindern zugute: Bei 166 Familien war das jüngste Kind bei Antragstellung, die zwischen 1. November und 31. Januar hatte erfolgen können, unter sechs Jahre alt. Fast neun von zehn Familien entschieden sich für ein Modell mit E-Antrieb und erhielten dafür 1200 Euro Förderung. Für ein rein muskelbetriebenes Lastenrad flossen immer noch 800 Euro, und 200 extra gab es für 19 Familien mit Karlsruher Kinderpass. Gut 60 Prozent kauften ihr Vehikel in Karlsruhe, und mehr als die Hälfte erwägt auch, spätestens 2022 kein Auto mehr zu haben. Damit leisteten diese Lastenradfans einen weiteren Beitrag zum Umweltschutz und könnten 2023 einen Nachhaltigkeitsbonus von 500 Euro zusätzlich beantragen. Wer doch mal einen Wagen brauche, könne den in der Fahrrad- und Carsharing-Hauptstadt Karlsruhe auch gut leihen, erklärte Bürgermeister Fluhrer, recht angetan von dem Menschen- und Räderaufkommen auf dem Marktplatz.