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Karlsruhe: Presseportal

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14. September 2012

Gewerbetreibende signalisieren Bereitschaft zur Beteiligung an Nordtangente Ost

OB Fenrich wirbt bei Verkehrsminister Ramsauer für eine zeitnahe Realisierung einer einspurigen Trasse zwischen Elfmorgenbruchstraße und Haid-und-Neu-Straße

Der einbahnige Zwischenausbau der Nordtangente Ost zwischen Elfmorgenbruchstraße und Haid-und-Neu-Straße ist grundsätzlich förderfähig. Die Chance, dass tatsächlich in naher Zukunft Fördergelder für das 80 Millionen teure Vorhaben fließen, seien jedoch gering, hatte das Regierungspräsidium Karlsruhe der Stadt im Frühjahr mitgeteilt. Jetzt hat Oberbürgermeister Heinz Fenrich Verkehrsverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer in einem Schreiben erneut um Unterstützung "für eine Realisierung in absehbarer Zeit" gebeten. Anlass für den aktuellen Vorstoß waren positive Signale, über die Landtagsabgeordneter Manfred Groh sowie Stadtrat Thorsten Ehlgötz nach Gesprächen mit lokalen Unternehmen berichteten. Danach seien diese bereit, sich finanziell für eine bessere Anbindung der Gewerbebetriebe zu engagieren. Schon einmal war dies über ein erfolgreiches Privatmodell gemeinsam mit der öffentlichen Hand der Fall: Beim im März 2007 fertig gestellten Autobahnanschluss Karlsruhe-Nord bis zur Elfmorgenbruchstraße hatten sich Unternehmen gemeinsam mit der Stadt Karlsruhe mit rund 4,5 Millionen Euro an den Investitionskosten beteiligt.

"In vielen Gesprächen ist es gelungen, ortsansässige Gewerbetreibende zu einer nennenswerten finanziellen Beteiligung zu gewinnen, über deren genaue Höhe gegebenenfalls noch zu sprechen ist", warb OB Fenrich für eine erneute wohlwollende Prüfung der Finanzierung des für Karlsruhe so wichtigen Vorhabens durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. "Damit könnte für den Bund eine entsprechende Finanzierung dieses auch vom Bund befürworteten Abschnitts deutlich günstiger dargestellt werden", zeigt Oberbürgermeister Fenrich einen Weg aus einer aussichtslosen Sachlage auf.

Für den Ostteil der Nordtangente, als Verlängerung zwischen dem Anschluss Karlsruhe-Nord an die Autobahn A 5/Elfmorgenbruchstraße und der Haid-und-Neu-Straße, hatte die Stadt im Juni 2011 einen Förderantrag nach dem Entflechtungsgesetz beantragt. Der Antrag beinhaltet einen zunächst einbahnigen Ausbau zwischen Elfmorgenbruchstraße und Haid-und-Neu-Straße entsprechend dem rechtskräftigen Bebauungsplan. Dabei wurde der mögliche spätere zweibahnige Querschnitt berücksichtigt. Der Zwischenausbau soll Hagsfeld möglichst schnell vom Durchgangsverkehr entlasten. Zuvor hatte das Bundesverkehrsministerium über das Landesverkehrsministerium mitteilen lassen, dass es einem Wechsel der Baulastträgerschaft auf die Stadt Karlsruhe nicht im Wege stehen werde. Die grundsätzliche Förderfähigkeit wurde damals in Aussicht gestellt. Im April hatte das Regierungspräsidium der Stadt diese zwar bestätigt, jedoch auch für den Zeitraum nach 2014 keine Hoffungen auf eine Finanzierbarkeit gemacht.