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Karlsruhe: Presseportal

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27. April 2012

Ideen für eine Gesamtschau zur Durlacher Allee

Grobkonzept im Planungsausschuss/Änderung für Ortsteilzentrum in Knielingen 2.0

Welche Stärken hat die Durlacher Allee, wo gibt es heute schon Impulsgeber für diese Entwicklungsachse, wo schlummern Potentiale? Um mit einer Sicht auf das Ganze gewappnet zu sein, wenn sich Optionen für Teilbereiche auftun, hatte der Gemeinderat vor einem Jahr die Verwaltung beauftragt, ein Grobkonzept für Flächen beiderseits der Durlacher Allee zu erstellen. In nichtöffentlicher Sitzung hatte sich der Planungsausschuss am Donnerstag unter Vorsitz von Bürgermeister Michael Obert mit dem Arbeitspapier der Verwaltung befasst.

Aus einer systematischen Analyse hatte das Stadtplanungsamt erste Überlegungen für ein Handlungskonzept abgeleitet. Neben einer Bestandsaufnahme sind in die Gesamtschau auch übergeordnete Konzepte und Aspekte der jeweiligen Fachbereiche eingeflossen, etwa Flächennutzungsplan, Gewerbeflächenstudie oder auch übergeordnete Freiraumkonzepte sowie Erkenntnisse aus einem Modellprojekt zur Klimaanpassung in Städten (Experimenteller Wohnungs- und Städtebau - ExWoSt).

Zu den Impulsgebern für den angrenzenden Messplatz oder auch das VBK-Areal zählt die Verwaltung etwa den Kreativpark Alter Schlachthof. Mit "grünen Trittsteinen" sollte der Grundgedanke einer Grünverbindung zwischen dem Otto-Dullenkopf-Park bis zur Durlacher Kernstadt aufgenommen werden, so die Verwaltung. Für Kaltluftschneisen sowie die Siedlungszäsur hat sie Räume definiert. Beim Thema Verkehrsinfrastruktur finden sich auf der Ideen-Liste die Anbindung des Gleisbauhofs über zwei Anschlüsse oder auch die bessere Anbindung von Untermühl- und Dornwaldsiedlung.

Der Planungsausschuss nahm das Grobkonzept für das weitere Verfahren zur Kenntnis. Im nächsten Schritt wird sich im Herbst eine interdisziplinäre Planungswerkstatt mit Entwürfen für einen städtebaulichen Rahmenplan beschäftigen. Bei diesem Zwischenschritt wird auch die Öffentlichkeit in den Planungsprozess eingebunden. Anregung aus dem Ausschuss für die Planungswerkstatt war unter anderem, auch den Potentialen im Kleeblatt des Autobahnanschlusses die Aufmerksamkeit zu schenken.

In "Knielingen 2.0" wollen die Stadt und die Volkswohnung entlang der Sudetenstraße und Egon-Eiermann-Allee stärker auf Wohnen setzten. Das geänderte Konzept für das Areal zwischen Einkaufsmarkt und Casinogelände, mit dem sich der Planungsausschuss befasste, sieht südwestlich des Einkaufsmarkts vor allem viergeschossige Mietwohnungen der Volkswohnung vor. Der ursprünglich direkt an der Sudetenstraße geplante Platz wird verkleinert und nach Innen verlegt.

Mit dem vom Architekturbüro rossmann+partner, dem Sieger der Mehrfachbeauftragung für das Konversionsgelände, erarbeiteten städtebaulichen Entwurf für das Ortsteilzentrum möchte die Stadt zum einen auf die konkrete Nachfrage nach Wohnungen in dem Knielinger Baugebiet reagieren. Zum anderen legt auch der angespannte Karlsruher Wohnungsmarkt die Änderung nahe.

Das Ecke Sudetenstraße und Egon-Eiermann-Allee vorgesehene Punkthaus wird zwar weiterhin fünfgeschossig bleiben, in der Fläche jedoch reduziert werden, was der Vermarktung entgegen kommt. In den Erdgeschosswohnungen entlang der Egon-Eiermann-Allee und im Punkthaus sind Läden und andere gewerbliche Nutzungen möglich. Der Planungsausschuss wünschte, im weiteren Verfahren zu prüfen, ob nicht auch an der Sudetenstraße in Nachbarschaft zum Einkaufszentrum Einzelhandel möglich ist. Die Umwandlung der bisherigen Mischnutzung im Bereich der denkmalgeschützten Kirche in eine Wohnnutzung erfordert die Änderung des Bebauungsplans "Eggensteiner, Sudenten- und Pionierstraße". Zur Realisierung der Planung bedarf es nach wie vor der Zustimmung der Denkmalschutzbehörde zum Abriss der Kirche.