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Karlsruhe: Presseportal

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22. März 2011

Lärmaktionsplan wird um Lärmquelle Bahnverkehr erweitert

 

Zwei Informationsveranstaltungen/Bürger können sich an Ausarbeitung beteiligen

Ende 2009 hatte der Gemeinderat das erste Maßnahmenpaket für den Lärmaktionsplan (LAP) beschlossen und zwar für Lärm, der in Karlsruhe von der Straße ausgeht, sowie für die Lärmquelle Straßenbahn. Für einige vom Lärm besonders betroffene Menschen ist es seitdem ruhiger geworden, denn erste Maßnahmen wurden bereits umgesetzt. Nun soll auch der vom Schienenverkehr der Deutschen Bahn ausgehende Lärm in den LAP eingearbeitet werden. Die Quellengruppe Schienenverkehr/Deutsche Bahn war zunächst ausgeklammert worden, weil die Datengrundlage fehlte. Mittlerweile hat das Eisenbahnbundesamt die Lärmkartierung vorgelegt. Diese wurde überarbeitet und ausgewertet. Herausgefiltert wurden Gebiete, in denen Menschen nachts einem Schalldruckpegel über 60 Dezibel (A) ausgesetzt sind. Daraus wiederum wurde eine Priorisierung für Maßnahmen abgeleitet.

Nach Vorberatung in gemeinderätlichen Ausschüssen möchte das Stadtplanungsamt nun die Ergebnisse und erste Maßnahmen für einen Lärmaktionsplan (LAP) gemeinsam mit Vertretern der Deutschen Bahn sowie dem beauftragten Gutachter den Karlsruherinnen und Karlsruhern an zwei Abenden vorstellen. Das nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz geregelte Verfahren sieht die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit vor mit dem Ziel, sie aktiv in die Ausarbeitung des LAP einzubinden.

Zunächst kommen die Lärmexperten nach Durlach, wo sie am Donnerstag, 7. April, ab 18 Uhr im Festsaal der Karlsburg, Pfinztalstraße 9, die Daten und Schlussfolgerungen zum LAP präsentieren. Am Montag, 11. April, besteht ab 18 Uhr in Beiertheim im Evangelischen Gemeindezentrum Paul-Gerhard (ehemaliges Stephanienbad) nochmals Gelegenheit, am Lärmaktionsplan für den Schienenverkehrslärm mitzuwirken. Mit den beiden Veranstaltungen möchte die Stadt insbesondere die Angrenzer an Bahnstrecken in Weiherfeld und Dammerstock, Hagsfeld, Durlach, in der Südstadt, in Beiertheim und Bulach sowie Grötzingen, in der Oststadt und Rintheim ansprechen. Im nächsten Schritt wird der Entwurf des Lärmaktionsplans erarbeitet, der dann wiederum Interessierten zugänglich ist.