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Karlsruhe: Presseportal

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5. November 2020

Lärmschutz bei Bahnprojekt im Blickpunkt

 

Auftakt zum Planungsprozess der Neubaustrecke Mannheim-Karlsruhe

Als Teil eines Europäischen Verkehrskorridors ist die Bahnlinie Mannheim Karlsruhe eine der am stärksten belasteten Strecken in der Region. Daher plant die Deutsche Bahn eine Neu- und Ausbaustrecke zwischen den beiden Städten. Im Rahmen der "frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung" beginnt nun der Planungsdialog mit einer Informationsveranstaltung am Donnerstag, 12. November, um 18 Uhr. Diese Auftaktveranstaltung findet online als Live-Stream über die Homepage des Projekts Mannheim - Karlsruhe. Fragen können per Chat gestellt werden.

Klimafreundliche Schiene stärken

Von besonderer Bedeutung für die Stadt Karlsruhe ist hierbei der Schutz der Anwohner. Oberbürgermeister Frank Mentrup begrüßt grundsätzlich die Pläne der Bahn, denn "hier geht es nicht nur um zusätzliche Gleise, sondern langfristig auch um die Versorgungssicherheit", sowie um die Verlagerung des Güterverkehrs auf die klimafreundliche Schiene. Allerdings "darf dieser Ausbau nicht auf Kosten der Bürgerinnen und Bürger stattfinden", betont das Stadtoberhaupt. Daher sei Transparenz im Prozess der Trassenfindung besonders wichtig, damit gemeinsam Lösungen für einen optimalen Lärmschutz gefunden werden können. Zumal derzeit noch offen ist, an welcher Stelle und in welchem Umfang gebaut werden soll.

Darüber hinaus sieht OB Mentrup auch die Eisenbahnverkehrsunternehmen in der Pflicht: "Sie müssen für effektive Lärmschutzmaßnahmen an der Quelle sorgen, beispielsweise durch die Umstellung der Güterwagen auf die sogenannte Flüsterbremse. Das würde auch den Anwohnern der Bestandsstrecken helfen."

Für Stadt und Region Karlsruhe bringt das Bahnprojekt bessere Verbindungen, kürzere Fahrzeiten und weniger Wartezeiten beim Umsteigen. Wenn außerdem durch Investitionen in die Eisenbahn die zu erwartenden Zuwächse im europäischen Güterverkehr auf die Schiene verlagert werden können, bedeutet dies weniger Lkw-Lärm und eine Verringerung der Schadstoffemissionen. Beim Ausbau der Bahninfrastruktur gehe es ferner um die Einhaltung internationaler Verträge, so der OB, "hier ist der Oberrhein gegenüber der Schweiz im Verzug".