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Karlsruhe: Presseportal

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29. November 2016

Lastenradverleih hat Zukunft in Karlsruhe

Fachlicher Informationsaustausch zu Lastenfahrrad-Station

Fachlicher Informationsaustausch zu Lastenfahrrad-Station

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Austausch mit Verantwortlichen des Konstanzer Projekts im Rahmen von „Transportrad Initiative Nachhaltige Kommunen TINK“

"Sprudel-Sprinter“, „Kinder-Kutsche“ oder „Teddy-Taxi“ – so oder so ähnlich heißen die 24 Lastenräder, die in Konstanz seit diesem Sommer an zwölf Stationen an die Bewohnerinnen und Bewohner im Rahmen der vom Bundesverkehrsministerium geförderten „Transportrad Initiative Nachhaltige Kommunen TINK“ verliehen werden. Bürgermeister Michael Obert, die Stadträte Karl-Heinz Jooß, Johannes Honné, Dr. Eberhard Fischer und Mitarbeitende aus der Verwaltung ließen sich Ende letzter Woche von den Projektleitern Nathalie Niekisch und Marco Walter aus erster Hand über die dabei gewonnenen Erkenntnisse informieren. Dass es eine Nachfrage gibt, konnten sie mit Zahlen eindrucksvoll untermauern: Seit Projektstart im Juli haben sich in den ersten gut drei Monaten etwa 1.600 Nutzer für den Lastenradverleih registrieren lassen. Dabei wurden über 3.000 Verleihvorgänge vorgenommen, die 24 Räder waren über 7.000 Stunden im Einsatz.

Beim Treffen in Karlsruhe ging es den hiesigen Radförderern vor allem um die Frage, ob sich Leihfahrräder sinnvoll in das bestehende Leihfahrradsystem „Fächerrad“ integrieren lassen oder eher ein paralleles Verleihsystem angestrebt werden sollte. Das Nutzerverhalten bei Lastenrädern unterscheide sich teilweise von dem beim „normalen“ Leihfahrrad, gaben hier die beiden Lastenradspezialisten aus Konstanz zu bedenken. Ihre Erfahrung ist, dass für viele das Lastenrad vor allem Einkaufs-Vehikel ist. Wohl auch, weil sie befürchten, in der Konstanzer Innenstadt keinen Parkplatz zu bekommen, so Marco Walter.

Die Konstanzer Erfahrungen bestärken die Karlsruher Radförderer darin, in der Fächerstadt stärker auf das Lastenrad zu setzen. Seine Chance sieht Bürgermeister Michael Obert vor allem in der Alternative zum Zweitwagen. „Der Lastenradverleih hat in Karlsruhe Zukunft“, ist sich auch Ulrich Wagner, Bereichsleiter Verkehr im Stadtplanungsamt, sicher. So gründe sich ganz aktuell etwa unter Federführung des ADFC eine Lastenradinitiative in Karlsruhe. „Hier haben wir erfolgreich mit unserer Aktion ‚Umsteiger gesucht‘ Vorarbeit geleistet“, ergänzte Bürgermeister Obert. Und wie geht es weiter? „Wir werden prüfen, ob und wie sich Lastenräder bei einer Neuausschreibung des Leihfahrradsystems integrieren lassen“, kündigte Birke Bronner, Projektleiterin „Leihfahrradsysteme“ beim Stadtplanungsamt an. Die Ergebnisse werden dann im Frühjahr im Radlerforum diskutiert.