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Karlsruhe: Presseportal

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5. Dezember 2011

Lichtstelen sollen den Fächergrundriss akzentuieren

Licht-Stelen in der Ritterstraße

Licht-Stelen in der Ritterstraße

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Planungsausschuss setzt auf schlanke Säulen in den Schlossachsen/Testreihe in der Ritterstraße

Der Fächergrundriss soll in der City als Alleinstellungsmerkmal des historischen Stadtkerns optisch hervorgehoben werden. Ziel ist, die neun Strahlen der Gründungsstadt mit Licht hervorzuheben. Dies soll in acht von ihnen durch schlanke Stelen geschehen. Die Karl-Friedrich-Straße behält als Mittelachse ihre jetzige "Schinkel"-Beleuchtung. Im Spalier stehend, sollen die neuen Stelen in den Fächerstraßen zum Schloss hinweisen und mit einem "Lichtteppich" die Perspektive der Schlossachsen akzentuieren. Die räumliche Wirkung des im Masterplan 2015 verankerten Leitprojekts können sich Bürgerinnen und Bürger in der Ritterstraße anschauen, wo vom Schloss bis zum Zirkel eine Testreihe mit sechs Stelen aufgebaut wurde. Auch der gemeinderätliche Planungsausschuss hatte sich zunächst bei Dunkelheit einen Eindruck von der Funktions- und Effektbeleuchtung verschafft, ehe er das weitere Vorgehen am Donnerstag, 1. Dezember, in nichtöffentlicher Sitzung unter Leitung von Bürgermeister Michael Obert diskutierte.

Das Gremium sprach sich mit großer Mehrheit dafür aus, die Stelen für eine einheitliche Beleuchtung in den Fächerstraßen zugrunde zu legen. Allerdings solle die Verwaltung zusammen mit den Lichtgestaltern noch einigen Aspekten nachgehen. So möchte man einen Eindruck von den Stelen in eher heterogenen Abschnitten des Fächerstrahls und im Abschnitt zwischen Zirkel und Kaiserstraße gewinnen. Weiteres Thema war die Blendwirkung.

Die Betonung des Fächergrundrisses findet sich im Masterplan 2015 wieder, auch der Lichtplan Karlsruhe greift die Schlossstrahlen als städtebauliches Hauptmerkmal der Fächerstadt auf. Letzterer empfiehlt eine Lichtlinie, die über Bodenstrahler oder auch als Lichtpunktreihe ausgebildet werden könnte. Da bei einer im Boden installierten Beleuchtung die Haltbarkeit aufgrund der Befahrbarkeit der Straßen nicht gegeben ist, schied diese Variante aus. Hängeleuchten wiederum funktionieren nicht, weil diese nicht in allen Fächerstraßen befestigt werden können. Gegen die Idee, den Fächergrundriss mit einer Laserinstallation darzustellen, sprechen die Gefahren, die von Laserstrahlen bei Reflexionen ausgehen.

Daher hatte sich der Planungsausschuss bereits vor einem Jahr grundsätzlich für Lichtstelen ausgesprochen. Er hatte Anregungen zu Material und Technik formuliert, welche die Licht-Gestalter bei den Prototypen in der Ritterstraße berücksichtigt haben. Um den gestalterischen Bezug zur Neugestaltung der Kaiserstraße herzustellen, schließt der Leuchtkörper mit einer kupferfarbenen Messingkappe ab. Er ist im unteren Teil halbtransparent, im oberen Abschnitt transparent gehalten. Momentan ist die LED-Technik bei Straßen-Stelen noch nicht ausgereift. Daher sind derzeit als Leuchtmittel Halogen-Metalldampflampen vorgesehen, eine Umrüstung auf LED ist jedoch möglich.

Ziel ist, bis zum Stadtjubiläum im Jahre 2015 zumindest die nördlichen Abschnitte der Fächerstrahlen mit den Lichtstelen zu bestücken. Um den Fächer vom Schloss bis zur Kaiserstraße in Szene zu setzen, werden 172 Stelen benötigt.