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Karlsruhe: Presseportal

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23. November 2012

"Quartier am Albgrün" ist als generationengerechtes Wohnkonzept ausgezeichnet worden

 

Preisverleihung im Rahmen des Städtebaukongresses in Stuttgart

Das Mehrgenerationenprojekt "Am Albgrün" in Grünwinkel wurde heute in Stuttgart beim Städtebaukongress als generationengerechtes Wohnkonzept ausgezeichnet. Erste Bürgermeisterin Margret Mergen sowie Heide Wroblewski von der Projektgruppe Mehrgenerationenwohnen konnten aus den Händen von Ministerialdirigend Günter Mächtle vom Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren sowie Tilmann Hesselbarth, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Baden-Württembergischer Bausparkassen (ARGE), eine Urkunde und ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro für den Sonderpreis vom Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren entgegennehmen. Die ARGE und das Land Baden-Württemberg hatten mit ihrer Landesinitiative "So wollen wir wohnen!" Kommunen, Bauträger oder auch Architekten und Bürgerinitiativen aufgefordert, innovative Ideen rund um das Thema generationengerechtes Wohnen  einzureichen.

18 Beiträge waren in die Endausscheidung gekommen, 14 siegreiche Konzepte wurden im Haus der Wirtschaft in Stuttgart mit Preisgeldern von insgesamt 80.000 Euro ausgezeichnet, darunter Preise der ARGE sowie Sonderpreise von drei Landesministerien. In die Landeshauptstadt waren neben EB Mergen und Heike Wroblewski zudem die Projektverantwortliche beim Stadtplanungsamt, Karin Lorenz, Bernhard Eldracher, der beim Liegenschaftsamt für die Grundstücksbereitstellung verantwortlich ist, sowie Rainer Kroll als Moderator (Wohnprojekt + beratung und entwicklung) gereist.

Mit dem "Quartier am Albgrün" entstehen in Grünwinkel bis zu 120 Wohneinheiten mit Nachbarschafts- und Gemeindezentrum sowie ergänzenden sozialen Einrichtungen. Dabei planen und gestalten die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner in mehreren Planungsgruppen zusammen mit der Stadt Karlsruhe und der Volkswohnung Karlsruhe. Das Projekt in Grünwinkel reagiere auf die veränderten Gesellschaftsstrukturen in Zeiten eines voranschreitenden demografischen Wandels und stehe mit der Nutzungsmischung, der Projektform und der unterschiedlichen Eigentumsformen für eine gelungene Lösung für das Wohnen der Zukunft, befand die Jury im landesweiten Wettbewerb "So wollen wir wohnen! Generationengerecht / Integriert / Nachhaltig".  Punkten konnte der Karlsruher Beitrag mit der Idee, mit der Entwicklung eines neuen Stadtteilmittelpunktes mit Mehrgenerationenprojekt sowie einem integrativen Wohnangebot für Behinderte und Menschen in besonderen Lebenslagen eine Brache zu revitalisieren. Das sehr komplexe Baugruppenprojekt trage erheblich zur funktionalen Stärkung des Stadtteilzentrums in Grünwinkel bei, befand die Jury. "Die Nutzungsmischung, die Projektgröße und die unterschiedlichen Eigentumsformen lassen erwarten, dass hier ein sehr differenziertes Angebot entsteht, das den künftigen  Nutzungsansprüchen der unterschiedlichen Haushaltsformen sowie Alters- und Einkommensgruppen entspricht", würdigte der Juryvorsitzende Dieter Ben Kauffmann in seiner Laudatio das Projekt, ein Neubauviertel, bei dem aufgrund der "intensiven Kooperation mit dem Bürgerverein des Stadtteils auf eine gute Integration geschlossen werden kann".

"Karlsruhe ist ein attraktiver Wirtschafts- und Wohnungsstandort. Daraus und aus sich ändernden Wohnansprüchen ergeben sich Herausforderungen für das künftige Wohnen in Karlsruhe, auf die wir mit Projekten wie dem Quartier am Albgrün reagieren", betonte Erste Bürgermeisterin Margret Mergen. Neben der klassischen Wohnungspolitik verfolge die Stadt zunehmend innovative Lösungen für das urbane Wohnen. Mit der Volkswohnung, der städtischen Wohnungsbaugesellschaft, habe die Stadt eine ideale Partnerin, um neue Lösungsansätze auf dem Karlsruher Wohnungsmarkt zu etablieren. Der Preis sei nicht nur für die Stadt, sondern auch für die Projektgruppe Mehrgenerationen Ansporn, ihr künftiges Zuhause wie gehabt engagiert voranzutreiben.

"Ein solcher Preis aus berufenem Gremium bringt neuen Schwung in diese Arbeit und ist ein hervorragender Grund für eine tolle Feier mit allen bisherigen 150 Mitmachern und Unterstützern", freute sich Heide Wroblewski, die natürlich hoffe, "dass unser Mehrgenerationen-Wohnprojekt ein Anstoß für viele Nachahmer ist".  "Besonders habe ich mich über die wichtige Rolle der Bürgerbeteiligung, den Ideenreichtum und der Experimentierfreude der Beteiligten gefreut", hatte Staatssekretär Klaus-Peter Murawski die Preisträger gewürdigt.