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Karlsruhe: Presseportal

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2. Oktober 2018

Umfahrung Kriegsstraße für Radfahrende ausgeschildert

Plan: Umfahrung der Kriegsstraße für Radfahrende

Plan: Umfahrung der Kriegsstraße für Radfahrende

Details und Download

Umfahrung Kriegsstraße

Umfahrung Kriegsstraße

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KASIG und Stadt kümmern sich um Attraktivität des Radverkehrs

Entlang der Kriegsstraße und Ludwig-Erhard-Allee müssen sich Verkehrsteilnehmer mit den Baustellen für die Kombilösung arrangieren. Denn die Baufelder der Karlsruher Schieneninfrastrukturgesellschaft (KASIG) haben zwischen Karlstor im Westen und Ostendstraße /Henriette-Obermüller-Straße im Osten große Verkehrsflächen in Beschlag genommen. Für die Dauer der Bauphase rät die Stadt Radfahrerinnen und Radfahrern, parallel  laufende Straßenzüge zu nutzen und hat diese empfohlene Wegeführung auch eigens ausgeschildert. Die Strecke führt über die Hermann-Billing-Straße, Baumeisterstraße, Philipp-Reis-Straße im Süden sowie Waldhornstraße, Markgrafenstraße und Erbprinzenstraße im Norden und leitet Radfahrende sicher in und durch das Zentrum. Rote Symbole mit dem Zusatz "Umfahrung Kriegsstraße" lotsen hierbei unter anderem auf gewohnte Wege der Cityroute.

Für die Umfahrung als verbindende Mittelverknüpfung ideal geeignet ist der Abschnitt Ettlinger Straße, Ettlinger Tor und Karl-Friedrich-Straße. Denn die Straßenoberflächen wurden hier bereits, dem Standard für moderne Radverkehrsführungen entsprechend, in Betrieb genommen. Radler werden auf Radfahrsteifen über wichtige Kreuzungsbereiche und entlang der Kfz-Fahrbahnen geführt.

Besondere Situationen am Mendelssohnplatz

Vom Bau des KASIG-Straßentunnels besonders betroffen ist der Mendelssohnplatz. Derzeit besteht für alle Verkehrsteilnehmer keine Verbindung aus der Rüppurrer Straße über den Mendelssohnplatz in die Fritz-Erler-Straße. Unterbrochen ist damit die direkte Verbindung zum Schloss und vor allem für Studierende zum KIT Campus Süd. An den jeweils vorgelagerten Kreuzungsbereichen wurden deshalb die Fahrstreifen neu eingeteilt und dem Radverkehr für die Ausweichrouten die entsprechenden Möglichkeiten geschaffen. Letzte Arbeiten hierzu finden in der nächsten Woche zwischen Kaiserstraße und Markgrafenstraße statt.

Als kritisch gilt für den Fußverkehr die einzige Querungsmöglichkeit der Kriegsstraße zwischen Adlerstraße und Mendelssohnplatz. Die Querung ist eindeutig als Fußweg ausgewiesen – muss sie doch starke Fußgängerströme bei fehlender Aufstellfläche am Kopf der Haltestelle  Rüppurrer Tor bewältigen. Radelnde Verkehrsteilnehmer haben hier - in beide Fahrtrichtungen - nichts zu suchen. Es sei denn, sie steigen ab und schieben ihr Rad das kurze Stück auf dem Fußgängerüberweg. Wer nicht ohnehin auf der Umfahrungs-Route Kriegsstraße besser sein Ziel erreicht, wird aus Richtung Fritz-Erler-Straße auf der Fahrbahn über die Kreuzung Mendelssohnplatz geführt. In umgekehrter Richtung führt die Umleitung über die Philipp-Reis-Straße.

Um Radfahrerinnen und Radfahrern die Entscheidung zwischen Umfahrung und Schiebestrecke zu erleichtern, führt die Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft in Kooperation mit der Stadt Karlsruhe im Umfeld des Mendelssohnplatzes ein weiteres Realexperiment im Zuge des Forschungsprojekt "GO Karlsruhe" durch.

Realexperiment des Forschungsprojekts "GO Karlsruhe" am Mendelssohnplatz

"GO Karlsruhe" widmet sich mit unterschiedlichen Beteiligungsformen dem Fußverkehr. Anlass für das neue Realexperiment der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft ist, dass sich durch die Baustellengestaltung insbesondere die noch vorhandenen Flächen für Fußgänger verengen. Beim aktuellen Realexperiment am Mendelssohnplatz sollen daher dynamische Umleitungsschilder für Radfahrer zum Einsatz kommen. Radfahrer, die aus der Rüppurrer Straße beziehungsweise Fritz-Erler-Straße kommen, werden mittels der dynamischen Umleitungsbeschilderung in Echtzeit über das Verkehrsaufkommen an den Gehwegen und Straßenquerungen rund um den Baustellenbereich informiert. Radfahrer sollen so besser entscheiden können, ob sie die empfohlene Umleitungsroute nutzen oder vom Rad absteigen und ihr Rad durch die Baustelle schieben.

Mit der Umleitung der Radfahrer, die zeitlich keine Verluste im Vergleich zum Weg durch den Baustellenbereich bedeutet, sollen Konflikte zwischen Radfahrern und Fußgängern verhindert werden, um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden. Das Realexperiment soll unter den aktuellen, durch die Baustelle bedingten Gegebenheiten die Belange der Fußgänger bestmöglich berücksichtigen. Zudem soll es Radfahrern dienlich sein. Denn auch in Baustellensituationen soll das Radfahren in Karlsruhe attraktiv gehalten werden und dem Anspruch einer fahrradfreundlichen Stadt genügen. 

Aktuell führt die Hochschule mittels Verkehrsbeobachtungen erste Voruntersuchungen durch, um feststellen zu können, ob die dynamischen Umleitungsbeschilderungen Auswirkungen auf die Routenwahl der Radfahrer haben und in welchem Ausmaß. Die neuartigen Anzeigen sollen Mitte Oktober zum Einsatz kommen.