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Karlsruhe: Presseportal

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31. Oktober 2011

Verkehrsentwicklungsplan soll Fokus auf Stadtverträglichkeit legen

 

Planungsausschuss diskutierte Ausrichtung des Integrierten Handlungskonzepts

Im Juli hatten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Forums zum Verkehrsentwicklungsplan (VEP) darauf verständigt, dass sich die Entwicklung des Karlsruher Verkehrssystems im Wesentlichen am so genannten Szenario 2 orientieren soll mit Fokus auf Stadtverträglichkeit und Quartiersentlastung. Die beiden anderen Szenarien - die den Schwerpunkt deutlich entweder auf den Kfz-Verkehr oder die Umwelt legen - boten sich für die Vertreterinnen und Vertreter von über 40 Institutionen und Interessengruppen nicht als Basis für einen Konsens an. Sie hatten in den letzten zwei Jahren an vier Abenden gemeinsam mit der von der Stadt beauftragten Ingenieurgesellschaft Habermehl+­Follmann an diesem Projekt des Karlsruher Masterplans 2015 gearbeitet. Die Ingenieurgesellschaft hat die jeweiligen Erkenntnisse aufbereitet, in der städtischen Projekt-AG rückgekoppelt und am Donnerstag (27. Oktober) nun dem gemeinderätlichen Planungsausschuss einen Zwischenbericht über den bisherigen Prozess vorgelegt.

Nach Diskussion in nichtöffentlicher Sitzung unter Leitung von Bürgermeister Michael Obert stimmte das Gremium mehrheitlich zu, die Konkretisierung des VEP am Szenarium 2 auszurichten. Dieses setzt auf die Förderung des Umweltverbundes mit ÖPNV, Radfahrer- und Fußwegenetz. Der Kfz-Verkehr soll ohne wesentliche Restriktionen verringert werden bei einem nur reduzierten Ausbau des Straßennetzes und Umbau ausgewählter Quartiersstraßen.

Der Planungsausschuss beauftragte die Ingenieurgesellschaft, mit diesem Orientierungsrahmen im nächsten Bearbeitungsschritt Einzelkonzepte auszuarbeiten, aus denen dann das Integrierte Handlungskonzept abgeleitet wird. Die Überlagerung der Einzelkonzepte für die verschiedenen Verkehrsträger wird potentielle Konfliktpunkte zwischen den Maßnahmen der verschiedenen Einzelkonzepte ergeben, die dann im Einzelnen abgewogen werden müssen. Da das Integrierte Handlungskonzept den Schwerpunkt auf Stadtverträglichkeit und Quartiersentlastung legt, sollen umweltverträgliche Lösungen unter Sicherung einer Mindestqualität für den Kfz-Verkehr angestrebt werden. Der Konzept-Entwurf wird beim nächsten VEP-Forum im Frühjahr vorgestellt, anschließend befasst sich der Planungsausschuss erneut mit dem Thema.

Der Prozess zur Entwicklung des VEP wird im Internet der Stadt unter www.karlsruhe.de/b3/verkehr/verkehrsentwicklung dokumentiert.