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Karlsruhe: Presseportal

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13. April 2011

Auf dem Betriebshof der Verkehrsbetriebe könnte eine weitere Bombe liegen

 

Kampfmittelbeseitigungsdienst geht vor Ort dem Verdacht nach/Entschärfung für Sonntag, 17. April, vorgesehen

Nach dem Bombenfund im Februar im Rheinhafen auf dem Gelände der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) an der Wikingerstraße prüft der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Baden-Württemberg derzeit, ob auf dem Betriebshof West der VBK eine weitere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden muss. Der mögliche Fundort liegt vier bis fünf Meter tief unter einem Hallenboden der VBK. Letzte Sicherheit wird es voraussichtlich erst am Freitag, 15. April, geben. Bis dahin dürften die vorbereitenden Arbeiten soweit fortgeschritten sein, dass der Gegenstand freigelegt ist.

Sollte sich der Verdacht bestätigen, ist beabsichtigt, die Bombe am Sonntag, 17. April, zu entschärfen. Bei einem vermuteten Gewicht von bis zu 1000 Kilogramm wird dann um den Fundort in einem Radius von 500 Metern eine Schutzzone eingerichtet. Davon betroffen ist die Südtangente, die ab 9.30 Uhr bis voraussichtlich 12 Uhr zwischen den Aus- und Einfahrten Mühlburg/Rheinhafen und den Ein- und Ausfahrten Knielingen in beide Richtungen gesperrt wird. Die Umleitung erfolgt über die Rheinbrückenstraße. Neben Teilen der Wikingerstraße liegt auch ein Abschnitt der Nordbeckenstraße in der Schutzzone. Die hier sowie in der Straße Im Schlehert ansässigen Unternehmen, die von den Zu- sowie Abfahrtsbeschränkungen betroffen sind, werden von der Sperrung informiert.

Auch die betroffenen Kleingartenanlagen sowie die Trabrennbahn Knielingen sind am Sonntag zwischen 9 und 12 Uhr nicht zugänglich, für die Dauer der Entschärfung dürfen sich weder Gärtner noch Besucher auf den Parzellen der Kleingartenanlage oder der Pferderennbahn aufhalten. Die Pächter der Anlagen werden ebenfalls vorab informiert.

Im Einsatz werden wiederum Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes der Stadt Karlsruhe sein. Sie kümmern sich zusammen mit der Polizei darum, dass die Zufahrten und Zugänge zum betroffenen Gelände abgesichert sind. Auf den Waldwegen im Umfeld der Schutzzone informieren Polizeihundeführer Fußgänger, Jogger oder auch Radfahrer sowie Angler über den gesperrten Bereich.

Bei der Auswertung von alten Luftbildaufnahmen auf dem Betriebshof West der Verkehrsbetriebe Karlsruhe an der Wikinger Straße hatte sich der Verdacht auf Bombenfunde ergeben. Die VBK planen hier die Errichtung eines Großteilegerätelagers.