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Karlsruhe: Presseportal

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25. November 2011

Verdacht auf Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg beim Hofgut Maxau

Gesamtplan für den Evakuierungsbereich beim Hofgut Maxau

Gesamtplan für den Evakuierungsbereich beim Hofgut Maxau

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Gesamtplan für den Evakuierungsbereich  beim Hofgut Maxau

Gesamtplan für den Evakuierungsbereich beim Hofgut Maxau

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Detailansicht des Evakuierungsbereichs beim Hofgut Maxau

Detailansicht des Evakuierungsbereichs beim Hofgut Maxau

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Detailansicht des Evakuierungsbereichs  beim Hofgut Maxau

Detailansicht des Evakuierungsbereichs beim Hofgut Maxau

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Mögliche Entschärfung für Sonntag, 4. Dezember, geplant / Rheinbrückensperrung

Bei den Bauarbeiten der Stadt Karlsruhe für den Landschaftspark Rhein hat sich auf dem nördlichen Areal des Hofgutes Maxau der Verdacht auf fünf Blindgänger ergeben. Sollte sich der Verdacht bei den nun anstehenden Grabungen des Kampfmittelbeseitigungsdienstes (KMBD) bestätigen, ist die Entschärfung der Blindgänger für Sonntag, 4. Dezember, vorgesehen.

Der Bereich um die Fundorte müsste evakuiert werden, wobei der Radius von der Größe der gefundenen Bomben abhängig ist. Betroffen wären neben Anliegern, Fußgängern sowie Radfahrern vor allem auch der Auto- und Zugverkehr, da die Rheinbrücke gesperrt werden müsste. Auch die Schifffahrt müsste auf diesem Rheinabschnitt eingestellt werden.

Da der Rhein derzeit wenig Wasser führt, hat sich das Ordnungs- und Bürgeramt der Stadt Karlsruhe zusammen mit allen beteiligten Behörden und Einrichtungen links und rechts des Rheins entschieden, den Verdachtspunkten noch in diesem Jahr nachzugehen. Das niedrige Grundwasserniveau erleichtert die Freilegung und mögliche Entschärfung, da bei den Grabungen das Wasser nicht aufwändig abgepumpt werden muss.

Lokalisierung und möglichen Entschärfung der Blindgänger

Am Samstag, 3. Dezember, beginnt das Team des Kampfmittelbeseitigungsdienstes mit den Aufgrabungsarbeiten an den fünf Blindgänger-Verdachtspunkten. Sollte sich der Verdacht bestätigen, wird der KMBD die Blindgänger ab Sonntagmorgen, 4. Dezember, weiter freilegen. Die eigentliche Entschärfung ist ab dem späteren Vormittag geplant. Die Dauer der Entschärfung hängt von der Anzahl der Blindgänger ab.

Sperrung der Verkehrswege auf und im Umfeld der Rheinbrücke

Für die Dauer der Entschärfung müssten im Bereich der Rheinbrücke die B 10 in beide Fahrrichtungen sowie die jeweiligen Zufahrtsstraßen voll gesperrt werden. Auch die Geh- und Radwege hoch zur Rheinbrücke auf pfälzer sowie badischer Seite wären betroffen. Ob der Pamina-Radweg auf Höhe von Maximiliansau gesperrt werden muss, hängt vom Evakuierungsradius ab. Die Bundespolizei würde den Zugverkehr zwischen Wörth und Karlsruhe einstellen. Dabei ist beabsichtigt, die Züge, die planmäßig gegen 11.12 Uhr auf der Rheinbrücke verkehren, noch passieren zu lassen. Um die Schifffahrt kümmert sich die Wasserschutzpolizei. Die im Evakuierungsbereich lebenden Menschen sowie Vereine und Gewerbebetriebe werden direkt über das Ordnungs- und Bürgeramt der Stadt informiert.

Details zu den Sperrungen erfahren Autofahrer, Zugreisende, Spaziergänger sowie Radfahrerinnen und Radfahrer am Samstagnachmittag aus Medien mit regionalem Bezug. Die Stadt Karlsruhe informiert am Samstag über den aktuellen Stand im Internet unter www.karlsruhe.de. 

Baufortschritte beim Landschaftspark Rhein

Rund um das Hofgut Maxau realisiert die Stadt seit Juli als erste größere Maßnahme für den Landschaftspark Rhein den Mehrgenerationenspielplatz und die Rheinterrassen, also die Aussichtsplattformen. Der Mehrgenerationenspielplatz ist zu zwei Dritteln realisiert. Derzeit werden Spielgeräte aufgebaut und es entstehen ein Trockenbachlauf mit einem Spielschiff, Sand- und Kiesbereiche mit Tast- und Fühlangeboten sowie Sitzgelegenheiten aus Robinienholz in Form von Blättern. Mitte Dezember wird die rheinseitige Aussichtsplattform im Hochwasserdamm auf Höhe der Abzweigung des Dammverteidigungsweges Richtung Hofgut fertig. Die Arbeiten für die übrigen sechs Terrassen beginnen gerade und sollen - geeignete Witterung vorausgesetzt - bis Ende Januar dauern.

Das Gebiet rund um das Hofgut Maxau war im Zweiten Weltkrieg zwischen 1943 und 1945 mehrfach bombardiert worden, weil sich hier einige Flakstellungen zur Sicherung der Rheinbrücke befanden. Als sich im Zuge der Bauarbeiten die ersten Verdachtspunkte auf Blindgänger ergaben, war dies daher nicht überraschend.