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Karlsruhe: Presseportal

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9. September 2017

Verletztes Wildschwein im Wildgehege Rappenwört musste getötet werden

Ungeeignetes Futter war offensichtlich die Ursache für die Verletzung eines Wildschweins im Wildgehege Rappenwört. Die Bache war in einen Röhrenknochen aus der Beinscheibe eines Rindes hineingetreten, den vermutlich Waldbesucher - sicher gut gemeint - in das Gehege geworfen hatten. Der ringförmige Knochen schob sich über die Klauen des Wildschweins und setzte sich dort fest. Die Folge: Der Lauf schwoll stark an und entzündete sich, was dem Tier extreme Schmerzen bereitete. In Abstimmung mit der Leitenden Amtstierärztin der Stadt Karlsruhe wurde die Bache getötet, da eine Behandlung von wilden Tieren äußerst problematisch und selten erfolgreich ist. Der Frischling, den die Bache hatte, wird – so hoffen die Fachleute – von einer anderen Bache „adoptiert“. Dieses Verhalten ist auch in der freien Wildbahn zu beobachten.

Ungeeignetes Futter wie Speiseabfälle und Süßigkeiten, bis hin zu Plastikabfällen und Alufolie finden die Forstleute in letzter Zeit wieder vermehrt in den Tiergehegen. Aus diesem Grund wird das Forstamt ein generelles Fütterungsverbot erlassen, auf das mit Schildern hingewiesen wird.

Das Forstamt appelliert an alle Tierfreundinnen und Tierfreunde: Überlassen Sie das Füttern der Tiere den Fachleuten. Geeignetes Futter kann gerne im Forstbetriebshof Rappenwört (am Parkplatz für das Naturschutzzentrum an der Hermann-Schneider-Allee) abgegeben werden und wird dann durch die Mitarbeitenden des Forstamtes an die Tiere verfüttert.

Im konkreten Fall hat das Verabreichen von ungeeignetem Futter zu unnötigem Leiden eines Tieres geführt.