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Karlsruhe: Presseportal

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29. Dezember 2020

Kontaktstelle Frau und Beruf bald in neuer Trägerschaft

Im neuen Jahr übernimmt kommunale Gleichstellungsbeauftragte deren Aufgaben

Die städtische Gleichstellungsbeauftragte übernimmt ab dem kommenden Jahr die Aufgaben der Kontaktstelle Frau und Beruf. Im September hatte der Gemeinderat beschlossen, die bislang in der Verantwortlichkeit der Wirtschaftsstiftung Südwest liegende Stelle trotz geänderter regionaler Förderstrukturen aufrechtzuerhalten. Unter welchen Rahmenbedingungen deren Arbeit künftig weiterläuft, ist noch unklar. Karlsruhe hat beim Land Baden-Württemberg einen Zuschussantrag eingereicht. Dessen Bewilligung wurde in Aussicht gestellt, liegt aber noch nicht vor.

Tragfähiges Konzept und enge Vernetzung

"Wir werden ein tragfähiges Konzept für die Fortführung der Arbeit der Kontaktstelle Frau und Beruf entwickeln", sagt Gleichstellungsbeauftragte Verena Meister. Geplant sei weiterhin "eine enge Vernetzung mit den Kooperierenden vor Ort, um größtmögliche Synergien für Gleichstellung und Frauenförderung im Erwerbsleben herzustellen". Sie freue sich, so Meister, dass "der Gemeinderat die Fortführung Kontaktstellenarbeit mit einem deutlichen Votum unterstützt".

Arbeit der Kontaktstelle bleibt wertvoll

Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz unterstreicht, wie wertvoll die Arbeit der Kontaktstelle war - und weiterhin sein wird. Frauen seien auf dem Arbeitsmarkt in zahlreichen Bereichen und auf unterschiedlichen Ebenen nach wie vor unterrepräsentiert. "Auf ihre Kompetenzen, ihre Qualifikationen und ihre Expertise kann jedoch gerade in Zeiten des Fachkräftemangels nicht verzichtet werden", so die Wirtschaftsdezernentin, setzten Frauen doch "mit ihren Ideen neue Impulse in Firmen und Unternehmen". Die Stadt Karlsruhe unterstütze sie dabei, ihre beruflichen Möglichkeiten auszuschöpfen - und habe so "das Wohl der Frauen und der Unternehmen gleichermaßen im Blick."

Start des neuen Beratungsangebots im Frühjahr

Der Start des neuen Beratungsangebots ist für das Frühjahr 2021 geplant. Er wird über die Presse und die Internetseite der Gleichstellungsbeauftragten angekündigt: www.karlsruhe.de/gleichstellung. Bis es so weit ist, können sich Frauen in allen Fragen rund um das Thema Frau und Beruf an folgende Stellen wenden: Arbeitsagentur, Jobcenter, Handwerkskammer, Industrie- und Handelskammer, Weiterbildungsträger und andere.

 

Zum Hintergrund: Die Kontaktstelle Frau und Beruf setzt sich für die Förderung der Gleichstellung von Frauen im Beruf ein und leistet einen wichtigen Beitrag zur Erschließung des Fachkräftepotenzials von Frauen. Ihre Aufgabenfelder sind die Beratung von Frauen zur beruflichen Orientierung, zum Wiedereinstieg etwa nach der Elternzeit, zur Selbständigkeit und zur beruflichen Weiterentwicklung. Im Dialog mit Unternehmen engagieren sich die Beraterinnen für bessere Rahmenbedingungen, um die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen im Erwerbsleben wirkungsvoll zu stärken. Mit spezifischen Veranstaltungen zu gleichstellungsrelevanten Themen sensibilisieren sie Multiplikatoren und Multiplikatorinnen sowie Personalverantwortliche.