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Karlsruhe: Presseportal

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24. April 2012

Wirtschaft der Stadt braucht die Region

Gedankenaustausch zum Wirtschaftsstandort Karlsruhe 1

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Details und Download

Gedankenaustausch zum Wirtschaftsstandort Karlsruhe 2

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Erste Bürgermeisterin Mergen im Gedankenaustausch mit Betriebsratsvorsitzenden

Wenngleich die Wirtschaft derzeit auf Hochtouren läuft, muss jetzt etwas unternommen werden, um in der wirtschaftsstärksten Region in Baden-Württemberg dem zunehmenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Darüber waren sich die Betriebsratsvorsitzenden der größten Karlsruher Unternehmen mit Erster Bürgermeisterin Margret Mergen einig, die am vergangenen Freitag zu einem Gedankenaustausch über den Wirtschaftsstandort Karlsruhe in den Infopavillion K. am Ettlinger Tor eingeladen hatte.

"Wir müssen sowohl große Unternehmen stärken, als auch kleine Selbstständige unterstützen. Der Mix an Branchen und Firmengrößen hat sich in der Krise bewährt", zeigte die Wirtschaftsbürgermeisterin auf, welche umfangreichen Bemühungen die Stadt unternimmt, um das große Potenzial an Know-How aus der Forschung und Entwicklung zu nutzen, um Innovationen voranzutreiben. Innovationen, die sich letztlich in zukunftssichere Arbeit für Unternehmen und Beschäftigte und damit in einer Stärkung des Standortes niederschlagen. Dazu gehören neben den Smarter City-Initiativen insbesondere die zahlreichen Netzwerke, die die Verknüpfungen von Forschung und Wirtschaft weiter vorantreiben. Daneben bietet die städtische Wirtschaftsförderung ein ganzes Aktionspaket, um Frauen den Ein- und Wiedereinstieg ins Berufsleben zu erleichtern, wie Direktor Michael Kaiser ausführte. Vorwiegend für kleinere Unternehmen und Gründer wurde zudem das Beraternetz Karlsruhe aufgebaut, in dem Unternehmen kostenlos Fachinfos erhalten und unabhängige Expertenhilfe vermittelt bekommen.

Aus den Reihen der Arbeitnehmervertreter wurde bemängelt, dass in den Unternehmen noch zu wenig gegen den Fachkräftemangel unternommen werde. Einerseits werde zwar über Schwierigkeiten bei Stellenbesetzungen geklagt, auf der anderen Seite aber nutzbares Arbeitspotenzial, etwa bei älteren Kräften, bei Frauen und bei Menschen mit Behinderungen nicht genutzt. Wünschenswert sei insbesondere die Ausweitung von Kinderbetreuungsangeboten sowie Arbeitszeitmodellen.

Einig waren sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Gesprächsrunde, dass der Bedarf an Fachkräften nicht alleine aus der Stadt heraus gedeckt werden könne. Vielmehr sei man auch weiterhin auf die Pendler aus der Pfalz und dem Elsass angewiesen. Hier fehle es aber noch an einem spürbaren "Regionsgefühl". In diesem Zusammenhang wurde eine rasche Entscheidung in Sachen zweite Rheinbrücke als dringend notwendig angesehen. Schließlich brauche eine starke Wirtschaft auch eine gute Erreichbarkeit.