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Jury nominiert vier Finalisten für den NEO2013 zu Energie und IT

01.08.2013

Entscheidung zu Innovationspreis der TechnologieRegion Karlsruhe im Herbst

Wie lässt sich die Energieversorgung künftig intelligent organisieren? Welche innovativen Technologien können das neue Stromzeitalter erfolgreich gestalten? Auf der Suche nach Antworten auf die großen Herausforderungen unserer Zeit standen die Themen Energie und IT im Mittelpunkt der Ausschreibung für den NEO2013, den mit 20.000 Euro dotierten Innovationspreis der TechnologieRegion Karlsruhe. Eine Fachjury mit Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik hat jetzt vier Finalisten nominiert, die ihre technologischen Lösungen bei der Preisverleihung am 8. Oktober im Audimax des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) präsentieren werden.

Birger Becker, Leiter des FZI Living Lab smartEnergy, entwickelte eine Lösung für das FZI House of Living Labs. Auf einer Fläche von rund 1.600 Quadratmeter ist dort moderne Technologie zur dezentralen Bereitstellung, Speicherung und flexible Nutzung thermischer und elektrischer Energie im Einsatz. Durch die intelligente Vernetzung und Kommunikation verschiedener Komponenten wird eine effiziente Koordination aller Geräte, Anlagen und Systeme im Gebäude geschaffen. Durch Mess- und Steuerungsmechanismen können Energiebedarf und -bereitstellung an die Situation im selbst erzeugten Stromnetz angepasst werden.

In seinem Projekt zur prädiktiven Gebäudeautomation bezieht Elmar Bollin von der Hochschule Offenburg internetbasierte Wetterprognosen ein, um energierelevante Vorgänge im Gebäude, speziell auch bei der Nutzung regenativer Energiequellen, zu steuern. Durch die Nutzung solcher Daten wird der Gebäudebetrieb vorausschauend geregelt sowie nachhaltig und energieeffizient gefördert. Die Räume können frühzeitig auf das Klima des nächsten Tages eingestellt werden. Mit der Steuerung und Regelung kann die hierfür integrierte Technik besser genutzt und regenerative Energiequellen stärker eingesetzt werden. Digitale Gebäudeautomation mit zusätzlichen Optionen für den Internetzugang und erweiterte Werkzeuge können die Steuerung übernehmen.

Eine Steckdose, die erkennt, wann der Strom besonders günstig ist und dann die Spülmaschine anschaltet - das ist die Vision des Projekts "MeRegio" (Minimum Emission Region). Das Modellprojekt von Hellmuth Frey, stellvertretender Leiter Forschung und Innovation bei der EnBW AG, integrierte rund 1.000 gewerbliche und private Kunden. Herzstück für die vernetzten Kunden bildete der intelligente Stromzähler. Dieser lieferte die laufenden Verbrauchsdaten an das Abrechnungssystem des Unternehmens. Den Pionierkunden wurden Informationen über das aktuelle Stromangebot übermittelt. Die Nutzung erneuerbarer Energien wurde durch Preisanreize für die Teilnehmer gefördert. Sie konnten dabei ihren Stromverbrauch und ihre Stromkosten einsehen und wurden dadurch zu eigenständigen Energiemanagern.

Tim Neumaier, Entwicklungsingenieur bei der Systec & Services GmbH wurde für das multimediale Energie Portal "YouFootprint" nominiert. Dieses besteht aus einer Hardware zur Datenerfassung und einem Online-Portalsystem. Ziel ist es, den Nutzer für den eigenen Verbrauch zu sensibilisieren. Mit Hilfe des Portals können alle Energieströme analysiert und visualisiert werden. Es bietet eine internetbasierte Oberfläche, die auch auf Smartphones und Tablets genutzt werden kann. Jederzeit und überall kann der Stromverbrauch zuhause kontrolliert werden. Durch das Zusammenführen von Energiedaten vieler unterschiedlicher Quellen und durch die Ermittlung von Kennzahlen kann der ökologische Fußabdruck von Personen, Kommunen oder Betrieben ermittelt werden.