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NEO2013 - 20.000 Euro für das Projekt "MeRegio" der EnBW AG

09.10.2013

Dr. Frank Mentrup, Vorsitzender der TechnologieRegion Karlsruhe und Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe, und Roland Tichy, Chefredakteur der Wirtschaftswoche, überreichten den Preis

NEO2013: Über den Preis der TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) freuten sich für die EnBW AG Mastiaux (2.v.r.) und Frey (2.v.l.). OB Mentrup (l.), TRK-Vorsitzender, und Roland Tichy (Wirtschaftswoche) übergaben den Preis. Foto: Stadt Karlsruhe

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Der Gewinner des NEO2013, des Innovationspreises der TechnologieRegion Karlsruhe (TRK), heißt EnBW AG. Eine Steckdose, die erkennt, wann der Strom besonders günstig ist und dann die Spülmaschine anschaltet - das ist die Vision des prämierten Projekts "MeRegio" (Minimum Emission Region). "Wir freuen uns sehr über den Innovationspreis der TechnologieRegion Karlsruhe, den wir auch im Namen unser Projekt-Partner ABB, SAP, IBM, Systemplan und dem KIT gerne entgegennehmen. Es ist schön, wenn man feststellt, dass eine Idee wie MeRegio, die wir bereits vor Jahren verfolgt haben, im Zeichen der heute so intensiven Diskussion um die Energiewende eine zukunftsweisende Bedeutung hat. Die Ergebnisse liefern nun die Grundlage für die Entwicklung von neuen Produkten und Dienstleistungen für die zukünftige Energiewelt", so EnBW-Vorstandsvorsitzender Dr. Frank Mastiaux.

"Die Wende zu erneuerbaren Energien wird ohne Informationstechnologien nicht möglich sein. Erzeugung, Transport und Verbrauch von Energie müssen intelligenter werden", stellte Dr. Frank Mentrup, TRK-Vorsitzender und Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe, fest. Für Mentrup ist die TechnologieRegion Karlsruhe eine "Modellregion Energie" für Baden-Württemberg, Deutschland und Europa. "Indirekt wird mit dem Preis auch die Region ausgezeichnet, für die Bereitschaft und Fähigkeit miteinander zu sprechen", erklärte Laudator Roland Tichy, für den die Vernetzung als neue Dimension der Industrialisierung eine Grundvoraussetzung ist.

Hellmuth Frey, stellvertretender Leiter Forschung und Innovation bei der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, entwickelte eine Stromampel, um das Verhalten von Verbrauchern zu beeinflussen. Das Ampeldisplay übermittelt dem Kunden Informationen über das Stromangebot für den aktuellen und den Folgetag. Die Nutzung erneuerbarer Energien wird durch Preisanreize für die Teilnehmer gefördert. Die Kunden können ihren Stromverbrauch und ihre Stromkosten einsehen und den Betrieb ihrer Geräte an das aktuelle Preisniveau anpassen. Sie werden zu eigenständigen Energiemanagern.

Herzstück für die vernetzten Kunden bildet der intelligente Stromzähler. Dieser liefert die laufenden Verbrauchsdaten an das Abrechnungssystem des Unternehmens. Die Kunden erhalten über die Stromampel die aktuellen Tarife und Preisentwicklungen. Die Farbe Rot signalisiert einen hohen Strompreis, gelb einen mittleren und grün einen günstigen. Zusätzlich zum Display bietet "MeRegio" dem Kunden verschiedene Auswertungsmethoden, wie beispielsweise das Ablesen des Verbrauchs oder das Aufzeigen von Einsparungen.

Eine Idee und ein Ziel des Projekts stecken auch in seiner Bezeichnung "MeRegio". In bestimmten Gebieten sollen durch das Energieverbrauchsverhalten und die Anpassung an die sich ändernde Erzeugungssituation die Emissionen verringert werden. Insbesondere bei Industriekunden kann die Analyse der Produktionsschritte wichtig sein, um zu erkennen, wo Energieeinsparungen möglich sind. So können Maschinen mit erhöhtem Energieverbrauch aufgespürt und durch ihren Austausch eine höhere Energieeffizienz erzielt werden.

Die Fachjury
Der Fachjury gehörten in diesem Jahr Bernd Bechtold (Ehrenpräsident der IHK Karlsruhe), Sybille Feurer (Geschäftsführerin der Energieagentur Mittelbaden gGmbH), Dr. Hans Hubschneider (Management Team AVA-CO2 Schweiz AG), Prof. Dr. Wilfried Juling (Chief Information Officer / Karlsruher Institut für Technologie (KIT)), Prof. Dr. Karl-Heinz Meisel (Rektor der Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft), Prof. Dr. Wolfram Münch (Vorstand der Stiftung Energieforschung Baden-Württemberg), Prof. Dr. Hartwig U. Steusloff (Fraunhofer IOSB Karlsruhe), Prof. Dr. Klaus Thoma (Institutsleiter am Fraunhofer EMI Freiburg) und Dr. Karl-Friedrich Ziegahn (Chief Science Officer / Karlsruher Institut für Technologie (KIT)) an. Die Jury hatte im Juli vier Finalisten für den NEO2013 nominiert.

Die Nominierten
Auch die innovativen Projekte der drei ausgewählten Finalisten wurden bei der Preisverleihung vorgestellt.

In seinem Projekt zur prädiktiven Gebäudeautomation bezieht Elmar Bollin von der Hochschule Offenburg internetbasierte Wetterprognosen ein, um energierelevante Vorgänge im Gebäude, speziell auch bei der Nutzung regenativer Energiequellen, zu steuern. Dadurch wird der Gebäudebetrieb vorausschauend geregelt sowie nachhaltig und energieeffizient gefördert. Die Räume können frühzeitig auf das Klima des nächsten Tages eingestellt werden.

Birger Becker, Abteilungsleiter beim FZI Forschungszentrum Informatik und Leiter des FZI Living Lab smartEnergy, entwickelte eine Lösung für das FZI House of Living Labs. Hier wird moderne Technologie in einem Gebäude zur dezentralen Bereitstellung, Speicherung und flexiblen Nutzung thermischer und elektrischer Energie eingesetzt. Die Vernetzung und Kommunikation verschiedener Komponenten ermöglicht eine effiziente Koordination aller Geräte, Anlagen und Systeme im Gebäude und somit eine effiziente Energienutzung.

Für das multimediale Energieportal "YouFootprint" unter der Leitung von Simeon Meier nominierte die Jury die Systec & Services GmbH. Ihr Projekt besteht aus einer Hardware zur Datenerfassung und einem Online-Portalsystem. Ziel ist es, den Nutzer für den eigenen Verbrauch zu sensibilisieren. Durch das Portal können alle Energieströme analysiert und visualisiert werden. Es bietet eine internetbasierte Oberfläche, die auch auf Smartphones und Tablets genutzt werden kann. Durch die Energiedaten unterschiedlicher Quellen und die Ermittlung von Kennzahlen kann der ökologische Fußabdruck von Personen, Kommunen oder Betrieben ermittelt werden.

Der Innovationspreis der TechnologieRegion Karlsruhe wurde in diesem Jahr zum Themenfeld "Energie und IT" ausgeschrieben. Der Vorsitzende der TechnologieRegion Karlsruhe, Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, übergab den Preis zusammen mit Laudator Roland Tichy, Chefredakteur der Wirtschaftswoche. Als Moderator führte Mathias Zurawski vom SWR-Studio Karlsruhe die Gäste im Audimax des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) durch den Abend.

Weitere Informationen zum NEO2013 - Der Innovationspreis der TechnologieRegion Karlsruhe unter www.trk.de.