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TechnologieRegion Karlsruhe hat in Brüssel einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen

17.04.2015

Mentrup: Mit neuen Schub und gemeinsamen Spirit stimmigen Auftritt gezeigt / Fachleute der Europäischen Kommission bescheinigen hohe Kompetenz und sehen TRK auf dem richtigen Weg

TRK präsentierte sich in Brüssel

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Die TechnologieRegion Karlsruhe hat mit ihrer Präsentation in der Landesvertretung Baden-Württembergs in Brüssel bei den Vertreterinnen und Vertretern der Europäischen Union nachhaltigen Eindruck hinterlassen und sich eine vielversprechende Ausgangsbasis für eine Zusammenarbeit in der Zukunft verschafft. "Ich bin stolz auf den vielfältigen, geschlossenen und stimmigen Auftritt, den wir als Delegation in der 'Hauptstadt Europas' gezeigt haben", zeigt sich Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup in seiner Funktion als TRK-Vorstandsvorsitzender vom Ablauf der Workshops und Podiumsgespräche am gestrigen Donnerstag beeindruckt. "Wir haben zahlreiche wichtige Kontakte zu unterschiedlichen Entscheidungsebenen in den Generaldirektionen der Europäischen Kommission knüpfen können und interessante Ansatzpunkte für Kooperationen in der Zukunft gefunden." Für den TRK-Vorsitzenden ebenso wichtig: "Die gemeinsame Arbeit am Erfolg der TRK-Leuchtturmprojekte im von der EU geförderten RegioWin-Wettbewerb des Landes hat allen Beteiligten und der TechnologieRegion Karlsruhe insgesamt neuen Schub und einen gemeinsamen Spirit verliehen. Das war in Brüssel sehr deutlich zu erleben."

Gestützt wird Mentrups Einschätzung durch die durchweg positiven Rückmeldungen von den Teilnehmenden aus Generaldirektionen und Interessenverbänden in Brüssel. "Eine Präsentation einer Region auf diesem Niveau habe ich in Brüssel noch nicht erlebt", zeigte sich Eva Lieber, Programmmanagerin in der Generaldirektion Regionalpolitik und Stadtentwicklung, angetan. Vor allem den kompetenten und intensiven Austausch auf Fachebene hob Lieber hervor. "Mit der Vernetzung der Bereiche Energie, Informationstechnologien und Mobilität ist die TechnologieRegion auf dem richtigen Weg", lautete das Urteil von Dr. Ulla Engelmann von der Gemeinsamen Forschungsstelle der EU. Diese Kombination habe auch auf europäischer Ebene hohe Priorität. Das bestätigte auch Mercé Griera i Fiasa, Bereichsleiterin in der Generaldirektion Forschung und Innovation. Sie forderte die TRK auf, sich an aktuellen Ausschreibungen mit ihren "neuen Ideen" zu beteiligen.

Zum Auftakt der abendlichen Podiumsdiskussion unter dem Motto "hob Europa-Minister Peter Friedrich die Qualität des Beitrags der TRK als "einer der innovativsten und wirtschaftsstärksten Regionen mit hoher Lebensqualität" zur "Energie-Union" hervor. Der Generaldirektor der Gemeinsamen Forschungsstelle der EU, Vladimir Šucha, nahm Bezug auf die über 50 Jahre lange "fruchtbare Zusammenarbeit" zwischen Karlsruhe und der Europäischen Union mit dem Institut für Transurane (ITU) auf dem KIT-Campus Nord und auch der damit errichteten Europäischen Schule. "Das ITU ist die führende Einrichtung, wenn es um die Frage der nuklearen Sicherheit geht", unterstrich er und ergänzte: "Und das wird sich vor allem wegen der Fragen des Rückbaus, auch nicht so schnell ändern". Zur Lösung der Energiefragen der Zukunft geht es nach ihm vor allem um die "Integration der verschiedenen Energiequellen", und da erwarte er auch aus der TRK wegweisende Antworten. Der Einschätzung schloss sich Dr. Frank Mastiaux, EnBW-Vorstandsvorsitzender an und plädierte für eine Energie-Union. Auch für IHK-Präsident Wolfgang Grenke standen "gleiche Wettbewerbschancen und Versorgungssicherheit" im Zentrum. Europa-Abgeordneter Daniel Caspary betonte den Dreiklang "sicher, nachhaltig und bezahlbar" und forderte "einheitliche europäische Förderrichtlinien". Dr. Karl-Friedrich Ziegahn, KIT Energiezentrum, setzte bei der Ausbildung des akademischen Nachwuchses an und forderte neben der "technisch besten Ausbildung" auch die Vermittlung "des Verständnisses von wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Prozessen" zu fördern. 

Die erfolgreiche Präsentation hat TRK-Geschäftsführer Jochen Ehlgötz bestätigt, den jetzt eingeschlagenen Weg konsequent weiter zu verfolgen. "Der Austausch in den Arbeitsgesprächen hat deutlich gemacht: Europa legt auf internationale Zusammenarbeit großen Wert. Das macht deutlich, dass die TRK ihre Internationalisierungsstrategie vorantreiben muss, auch um weitere Fördermittel zu erschließen". Das komme letztlich auch Forschung, Unternehmen und Endverbrauchern zugute.

Die TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) hatte sich am Donnerstag, 16. April, in der Landesvertretung Baden-Württembergs bei der Europäischen Union in Brüssel unter dem Motto "Energie der Zukunft - der Beitrag der Region zur Energie-Union" präsentiert. An den Workshops und Diskussionsrunden hatten rund 60 Fachleute aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik aus der TRK (neben den Stadtoberhäuptern von Karlsruhe, Baden-Baden, Bruchsal, Bretten und Ettlingen sowie den Landräten der Landkreise Karlsruhe und Germersheim auch zahlreiche Experten und Entscheider etwa aus dem KIT, den Fraunhofer-Instituten, dem CyberForum, den Energieversorgern, der IHK und Unternehmen wie der SEW, ptv oder evohaus) mit gut zwei Dutzend Entscheidungsträgern aus den zuständigen Fachbereichen der EU-Kommission über Strategien zur Bewältigung zentraler Herausforderungen in Europa ausgetauscht. In den Bereichen Energie, Informations- und Kommunikationstechnologien sowie Mobilität gebe es keine andere Region in Europa, in denen die Kompetenzen in diesen Zukunftsfeldern so ausgeprägt und vor allem so vernetzt seien, wie in der TechnologieRegion Karlsruhe, hatte der TRK-Vorsitzende, Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, die Bedeutung der TRK für die EU betont. Er verwies auch auf die jüngste Studie der EU-Kommission, bei der die Elemente Forschung und Entwicklung, Internationalisierung sowie Vernetzung innerhalb der über 1300 untersuchten Regionen analysiert wurden. "Das Ergebnis spricht für sich: Karlsruhe belegt in dieser Studie den vierten Rang und muss nur den Megazentren München, London und Paris den Vortritt lassen", so Mentrup.