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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 27. September 2013

Wellenreuther holte erneut das Direktmandat

GLÜCKWUNSCH: OB. Dr. Frank Mentrup und Amtsvorgänger Heinz Fenrich gratulieren am Wahlabend Ingo Wellenreuther zum Direktmandat. Foto: Fränkle

GLÜCKWUNSCH: OB. Dr. Frank Mentrup und Amtsvorgänger Heinz Fenrich gratulieren am Wahlabend Ingo Wellenreuther zum Direktmandat. Foto: Fränkle

 

Bei der Bundestagswahl war die CDU auch in Karlsruhe klare Siegerin

Die CDU deutlich vorne, leichte Zugewinne für die SPD, Verluste bei Grünen und Linken, ein regelrechter Absturz der FDP: Der Wahlkreis 271 Karlsruhe-Stadt lag bei der Wahl zum 18. Deutschen Bundestag mit wenigen Abweichungen im deutschlandweiten Trend.

Die CDU deutlich vorne, leichte Zugewinne für die SPD, Verluste bei Grünen und Linken, ein regelrechter Absturz der FDP: Der Wahlkreis 271 Karlsruhe-Stadt lag bei der Wahl zum 18. Deutschen Bundestag mit wenigen Abweichungen im deutschlandweiten Trend.

Bei der Bundestagswahl am 22. September holte Ingo Wellenreuther (CDU) wie 2009 das Direktmandat für Karlsruhe, Sylvia Kotting-Uhl (GRÜNE) und Karin Binder (Die Linke) schafften über die Landeslisten ihrer Parteien wieder den Sprung nach Berlin. Dort ist die Fächerstadt künftig nur noch mir drei statt bisher vier Abgeordneten vertreten. Wie die FDP insgesamt hat auch deren bisheriger Karlsruher Bundestagsabgeordnete Heinz Golombeck keinen Sitz mehr im neuen Bundestag. Eine Mitarbeiterin des Rathauses nimmt dort dann allerdings einen Platz ein. Dr. Dorothee Schlegel vom Büro von OB Dr. Frank Mentrup, die im Wahlkreis Odenwald-Tauber antrat, schaffte über die Landesliste der SPD den Einzug ins Parlament.

Bei den Erststimmen hatte in Karlsruhe Ingo Wellenreuther mit 39,5 Prozent fast 10 Prozentpunkte Vorsprung vor dem Direktkandidaten der SPD Parsa Marvi (29,6 Prozent). Damit verbesserte Wellenreuther sein Ergebnis von 2009, als er auf 38,1 Prozent gekommen war, um 1,4 Prozentpunkte. 2,2 Prozentpunkte mehr als 2009 der damalige Kandidat Johannes Jung fuhr dieses Mal Parsa Marvi an Erststimmen für den SPD-Bewerber ein. Sylvia Kotting-Uhl (GRÜNE) kam dagegen nur auf 13,7 Prozent gegenüber 15,2 Prozent im Jahre 2009. Und  Karin Binder (Die Linke) musste mit 4,9 Prozent gegenüber der letzten Bundestagswahl (7,1 Prozent) einen Verlust von 2,2 Prozentpunkten hinnehmen. Gar auf Platz sieben bei den Erststimmen rutschte Heinz Golombeck ab. Nur noch 3,2 Prozent der Wählerinnen und Wähler stimmten dieses Mal für den FDP-Bewerber, bei der Wahl 2009 waren es 8,4 Prozent gewesen. Vor ihm kamen am Sonntag noch Dr. Marc Jongen (AfD) mit 4,0 und Martin Bartsch (Die Piraten) mit 3,5 Prozent ins Ziel.

Als am Wahlabend gegen 18.50 Uhr die ersten Ergebnisse aus den einzelnen Karlsruher Wahlbezirken auf der Großbildleinwand im Bürgersaals des Rathauses auftauchten, zeigte sich bereits: Wie im Bund geht die CDU auch in der Fächerstadt als klare Siegerin hervor. Auf 37,5 Prozent der Zweitstimmen in Karlsruhe hatte sich der Wert für die Union im am Mittwoch vom Kreiswahlausschuss unter Vorsitz von OB Dr. Frank Mentrup fest gestellten amtlichen Endergebnis eingependelt.  Das war zwar etwas weniger als im bundesdeutschen Gesamtergebnis (41,7 Prozent), aber deutlich mehr als bei der letzten Bundestagswahl in Karlsruhe, bei der die CDU auf 28,6 Prozent gekommen war. 23,3 Prozent der Wählerinnen und Wähler schenkten dieses  Mal der SPD ihr Vertrauen (Bund: 25,6) gegenüber 20,6 Prozent 2009. Die Grünen waren zwar in Karlsruhe mit 15,0 Prozent wieder deutlich stärker als im Bund (8,4), verloren gegenüber 2009 aber 3,4 Prozentpunkte. Während die Linke trotz eines Verlusts von 2,2 Prozentpunkten mit 6 Prozent (Bund: 8,5 Prozent) zur viert stärksten  politischen Kraft wurde, erzielte die FDP auch in Karlsruhe das schwächste Ergebnis ihrer Geschichte. Die Liberalen stürzten von 17,4 Prozent 2009 auf 6,0 Prozent ab. Gleich hinter ihnen folgte die AfD, die in der Fächerstadt aus dem Stand heraus auf 5,6 Prozent kam. Die Piraten landeten bei 4,0 Prozent, die anderen der insgesamt 20 angetretenen Parteien bei unter einem Prozent.  Die Wahlbeteiligung lag in Karlsruhe bei 72,9 Prozent und damit um 1,8 Prozentpunkte höher als die bei der Bundestagswahl 2009, als 71,1 Prozent der Karlsruher Wahlberechtigten an die Urne gegangen waren.  -trö- 

 
 

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