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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 27. September 2013

WLAN-Netz in der City

SPD fordert kostenloses Angebot in der Innenstadt

"Als Pionier-Stadt des Internets muss Karlsruhe Akzente setzen", sprach sich Michael Zeh (SPD) für eine WLAN-Offensive für die Fächerstadt aus.

Die Stadt solle ein kostenloses Funknetz für die Innenstadt initiieren und für den Aufbau und Betrieb Partner aus der Wirtschaft suchen. Nicht zuletzt für Touristen mache der Funkzugang Sinn, um sich zwischen Staatstheater und Schloss kostenfrei einloggen zu können.

Dass es in Karlsruhe im Vergleich zum Stadtteil Durlach oder anderen  deutschen Städten noch kein frei zugängliches Netz gibt, veranlasste Dr. Eberhard Fischer (KAL) zu harscher Kritik. Seit eineinhalb Jahren werde der Gemeinderat von der Stadt in dieser Frage im Wartemodus gehalten und blamiere sich als Oberzentrum einer IT-Region. Seine Fraktion hatte bereits 2012 im Gemeinderat einen Antrag für ein WLAN-Netz gestellt.

Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup bestätigte, dass sich die Stadt seit 18 Monaten um die Realisierung eines Freinetzes bemühe. Die Prüfung verschiedener Ansätze lasse eine Kooperation mit der Karlsruher IT-Wirtschaft sinnvoll erscheinen. Eine Expertenrunde solle das Vorhaben nun forcieren.

Die Verkehrsbetriebe (VBK) hätten signalisiert, die Idee mit Netzen an ihren Haltestellen zu unterstützen. Nach Meinung der SPD würde die Beteiligung der VBK für mehr Auf-enthaltsqualität sorgen und den ÖPNV attraktiver machen.

Im Gemeinderat vom Antragsteller genannte Beispiele aus Pforzheim, Berlin oder München seien auf Karlsruhe allerdings nicht übertragbar. Aus Kostengründen und weil sich Kommunikationstechniken und Nutzungsangebote rasant verändern, sprach sich Frank Mentrup für ein reduziertes kostenfreies Angebot an zentralen Plätzen aus. Allein die Kaiserstraße würde rund 50 Hotspots und damit jährlich Investitionen von rund 90 000 Euro erfordern.

Sven Maier (CDU) stellte sich hinter den SPD-Antrag und favorisierte wie die Verwaltung eine Fokussierung auf ausgewählte belebte Plätze. Die Datensicherheit thematisierte Niko Fostiropoulos (Linke). Der Stadtrat warnte vor einer gewerblichen Beteiligung an dem technischen Vorhaben. Gewerbliche Unternehmen hätten schließlich Zugriff auf den Datenverkehr. -Lä-

 
 

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