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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 8. November 2013

KSC-Stadion für die Karlsruher Bürger in Sicht

CDU-Stadtrat Detlef Hofmann

CDU-Stadtrat Detlef Hofmann

 

Beitrag der CDU-Gemeinderatsfraktion

Auseinandersetzungen in der Sache sind wichtig und dienen oft dem Fortschritt -aber jetzt ist es weiß Gott an der Zeit, sie zu Ende zu bringen. Die Karlsruherinnen und Karlsruher haben keine Lust mehr auf diese "Dauerdiskussion Stadion".

Wir sind jetzt auf der Zielgeraden. Im Gespräch zwischen Oberbürgermeister und KSC-Präsidium hat man sich auf einen Standort geeinigt - dies war im bisherigen Verlauf stets der größte Knackpunkt. Der Gemeinderat wird jetzt die entscheidende Frage beantworten müssen: "Soll die Stadt Karlsruhe auch in Zukunft Profifußball ermöglichen oder nicht?"

Der KSC ist auf Dauer im alten Stadion definitiv nicht mehr wettbewerbsfähig und da helfen auch die von den Grünen immer wieder ins Spiel gebrachten notwendigen Sanierungen nicht. Entweder wir möchten als Stadt unseren Bürgern Profifußball vor der Haustüre anbieten oder nicht - und falls dies der Fall sein sollte, kostet das auch etwas. Die Vorstellung, dass ein Verein die Investitionen in eine neue Spielstätte wieder vollständig abzahlen kann ist völlig illusorisch - Insolvenzen aus Offenbach, Aachen oder Duisburg lassen grüßen.

Solide Finanzierung ist Voraussetzung

Wir müssen jetzt zu einer für die Stadt und den KSC finanzierbaren Lösung kommen, ohne dass es die große Masse der anderen Sportvereine belastet. Wenn eine Mehrheit im Gemeinderat dies auch wirklich will, muss man keine Bedenken haben, dass das Projekt realisiert werden kann. Die CDU-Fraktion ist offen für alle Neubauvarianten - wenn sie für die Stadt solide im Gesamtinvestitionsplan finanziert werden können, ohne dabei den KSC wettbewerbsunfähig zu machen.

Der Standort an der "Unteren Hub" wäre vielleicht eine einfachere und auch bessere Lösung gewesen, aber nach dem Vorliegen der bisherigen Daten und Fakten wohl auch eine teurere - für die Stadt alleine somit eine nicht finanzierbare Lösung. In erster Linie aber auch eine mit keiner Aussicht auf schnelle politische Mehrheit.

Der von Albert Speer & Partner vorgestellte Neubau im Wildpark hat, neben der Tradition große Vorteile, vor allem im Bereich des Modal Split oder der Verfügbarkeit von Flächen und Infrastruktur.  Wenn es jetzt gelingt, die im Vergleich zur Standortfrage deutlich geringeren Probleme der Sicherheit, der Parkierung, der wegfallenden Trainingsplätze und des Einnahmeverlustes während der Bauzeit zu kompensieren, ist der Wildpark eine gute Wahl.

"Sanierung gefährdet Existenz des KSC"

Lediglich Sanierungen machen unserer Meinung nach keinen Sinn, da sie nur ein schleichendes Dahinsiechen unseres Traditionsclubs  zur Folge hätten. Wer das möchte muss ehrlich sein und "Nein" zum Profifußball sagen.

Das immer mal wieder ins Spiel gebrachte Einbringen der "alten" Bestandshaupttribüne wurde auch von ASS&P schnellstens wieder verworfen, da aufgrund der unterschiedlichen Bauten das Zusammenführen zu einem Bauwerk schwierig und finanziell ebenfalls sehr kostspielig wäre.

Sanierungen oder Teillösungen ohne ein "Gesamtkonzept Neubau"  sind unserer Meinung nach nicht zielführend, da sie dem KSC mittelfristig keine realistische Chance im Profifußball bieten. 

Die CDU-Fraktion spricht sich daher mit großer Mehrheit klar für einen Neubau eines Fußballstadions, innerhalb der machbaren Finanzierung im Gesamtinvestitionsplan der Stadt aus. Gleichzeitig muss aber sicher gestellt werden, dass der Neubau nicht auf Kosten der Existenz des KSC gemacht wird. Das zu erstellende Finanzierungskonzept muss für die Stadt wie auch für den KSC zu schultern sein.

Detlef Hofmann

CDU-Stadtrat

 
 

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